Uni bestätigt Phänomen

NRW: Erdbeben schreckt Bewohner auf - Auswirkungen deutlich spürbar

In Hamm hat es am Montag (2. November) ein Erdbeben gegeben.
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In Hamm hat es am Montag (2. November) ein Erdbeben gegeben.

In NRW hat es ein Erbeben gegeben, das Anwohner im Ruhrgebiet aufgeschreckt hat. Das Phänomen ist ein bekanntes.

Hamm/NRW - Bewohner des Ruhrgebietsstadt Hamm wurden am späten Montagabend (2. November) durch ein leichtes Erdbeben der Stärke 2,1 aufgeschreckt. Laut dem Geologischen Dienst NRW habe die Erde in Hamm gegen 21.04 Uhr leicht gebebt.

Ort des ErdbebensHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner179.900 (Ende 2019)

Erdbeben in NRW: In Hamm wackelte die Erde leicht

Zuletzt hatte es ein Erdbeben dieser Stärke in Hamm am 30. September dieses Jahres gegeben. Erdbeben sind in der Region also ein bekanntes Phänomen. In Hamm gab es in diesem Jahr mehr als 50 kleine Beben. Die Erdbebenwarte der Ruhr-Uni Bochum geht davon aus, dass der frühere Bergbau das Beben verursacht hat, wie auch der Westfälische Anzeiger (WA) berichtet*.

Erdbeben in NRW hatte es in den vergangenen Monaten auch in anderen Städte gegeben. Etwa in Köln-Mülheim am 23. September (Stärke 2,4) oder in Heinsberg am 19. September (Stärke 2,5). Ibbenbüren im Münsterland war zuletzt am 12. September von einem Mini-Erdbeben der Stärke 2 betroffen.

Hamm in NRW ist öfter von kleineren Erdbeben betroffen

Im Jahr 2019 hatte es in Hamm bereits eine Serie von Erdbeben gegeben. Innerhalb von 14 Tagen wackelte die Erde dort im November gleich dreimal. Laut Experten der Ruhr-Universität Bochum liege das am Anstieg des Grubenwassers. Hamm kämpft also mit den Spätfolgen des Bergbaus.

Werden Erdbeben in Deutschland immer häufiger?

Ein Erdbeben der Stärke zwischen 2 und 3 auf der Richterskala ist normalerweise nicht wirklich spürbar. Anwohner in Hamm meldeten dem WA allerdings, Geschirr in den Schränken hätte am Montagabend leicht geklappert und Türen und Fenster geknackt.

Kleinere Schäden an Häusern treten laut Bundesverband Geothermie in der Regel ab einer Erdbeben-Stärke von 3 auf, allerdings sehr selten. Ernste Schäden an Gebäuden seien demnach erst ab einer Stärke von 5 zu beobachten. Zum Vergleich: Das jüngste Erdbeben in der Türkei mit vielen Toten hatte eine Stärke von 7 auf der Richterskala. *WA.de ist wie RUHR24.de Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.