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Am Sonntag (26. Mai) wurde die Feuerwehr in Iserlohn zu einer Straße gerufen. Anscheinend war die gesamte Böschung an der Dortmunderstraße vom Eichenprozessionsspinner befallen. Mit Gasbrennern und Schutzanzügen haben die Feuerwehrleute kurzen Prozess mit den Raupen gemacht.

  • Eichenprozessionsspinner hat in Iserlohn Böschung einer Straße befallen
  • 30 Feuerwehrleute im Einsatz
  • Straße gesperrt

So etwas hat die Feuerwehr in Iserlohn noch nicht häufig erlebt. Die Böschung der Dortmunderstraße war mit den Larven der für den Menschen giftigen Raupe befallen. „Da sich die Ausmaße des Befalls als so drastisch da stellten, wurden zur Unterstützung mehre Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert“, so die Pressestelle.

Eichenprozessionsspinner wird unter Atemschutz entfernt

Die Feuerwehrleute gingen mit Schutzanzügen und Atemschutzfiltern gegen den Larvenbefall vor. Mit Gasbrennern brannten sie die Nester des Eichenprozessionsspinners gezielt aus und spülten anschließend mit Wasser nach. Diese mühselige Arbeit zog sich auch in die Dunkelheit, sodass nicht alle Nester entfernt werden konnten.

Am Montag soll es weitergehen. Bis dahin ist die Straße für Fußgänger in eine Richtung gesperrt und auch Teile des Parkplatzes „Am Hauptfriedhof“ sind betroffen.

Für die Arbeiten war am Sonntag die Straße fast vier Stunden lang gesperrt.

Darum sind die Raupen so gefährlich

„Die Raupen des Nachtfalters schlüpfen Ende April. Sie bilden dann Gifthaare aus, die für Menschen und Tiere gefährlich sein können“, sagte Dr. Roland Staudt vom Kreis Unna im vergangenen Jahr zu RUHR24. Menschen sollten Abstand zu den vom Eichenprozessionsspinner befallenen Gebieten halten.

Kommen Menschen mit den Raupenhaaren in Berührung, reagiert die Haut auf den Kontakt: „Juckender, entzündlicher Hautausschlag, Quaddeln und Bläschen sind die Symptome“, sagt Dr. Staudt. „Auch Entzündungen der Augenbindehaut, Husten und Halsschmerzen können auftreten, wenn die Haare in Augen oder die Atemwege gelangen. In Einzelfällen kann es bei überempfindlichen Personen zu allergischen Schockreaktionen kommen.“ Wer stärkere Beschwerden hat, sollte zum Arzt gehen.

Erst in der vergangenen Woche musste die A1 bei Hamburg wegen des Eichenprozessionsspinners gesperrt werden. Und auch auf der A31 bei Bottrop wurde starker Befall festgestellt.

In Dortmund sperrte die Stadt am 4. Juni das Naherholungsgebiet Fredenbaumpark.