Der Verkehr wird elektrisch: Ab 2020 fahren Elektrobusse in drei Städten im Ruhrgebiet

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Noch setzt die BOGESTRA auf normale Busse (im Bild). Ab 2020 sollen im Ruhrgebiet aber auch erste E-Busse eingesetzt werden. Foto: BOGESTRA

Elektromobilität soll im Kampf gegen den Klimaschutz helfen, weniger CO2 auszustoßen. So auch im Ruhrgebiet, wo einige Städte ab 2020 auf E-Busse setzen.

Ab 2020 sollen im öffentlichen Nahverkehr in Bochum, Gelsenkirchen und Herne Elektrobusse zum Einsatz kommen. Wie die BOGESTRA am Freitag (20. September) bekanntgab, habe man sich mit der HCR für den Kauf von 22 E-Bussen entschieden.

  • In Bochum, Gelsenkirchen und Herne sind E-Busse ab 2020 Teil des öffentlichen Nahverkehrs.
  • Doch sie kommen nur auf bestimmten Strecken zum Einsatz.
  • Für die Anschaffung der Busse geben die Verkehrsbetriebe rund zehn Millionen Euro aus.

Ruhrgebiet: E-Busse im Kampf gegen den Klimawandel

Es ist eine der großen Forderungen von Klima-Aktivisten: Im Verkehr muss Deutschland weniger auf den Verbrennungsmotor und mehr auf Elektro-Mobilität setzen. Das gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel.

Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, setzen die Verkehrsbetriebe BOGESTRA (Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen) und HCR (Straßenbahn Herne–Castrop-Rauxel) ab 2020 auf E-Busse - zumindest teilweise.

Zehn Millionen Euro für E-Mobilität

22 dieser Fahrzeuge kaufen die Unternehmen, wie die BOGESTRA am Freitag (20. September) mitteilte. Insgesamt werden dafür rund 10 Millionen Euro ausgegeben. Der Bund, das Land NRW und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr fördern die Anschaffung der E-Busse.

Zusätzlich muss auch die nötige Infrastruktur geschaffen werden, um die E-Busse laden zu könne. So sollen auf den BOGESTRA-Betriebshöfen in Bochum-Weitmar und Gelsenkirchen-Ückendorf sowie am ZOB in Gelsenkirchen-Buer Stromtankstellen erreichtet werden.

Denn was beim Schienenverkehr durch Oberleitungen leicht zu bewältigen ist und meist ohnehin schon funktioniert, stellt die Verantwortliche bei Bussen oft vor Probleme: Eine Ladung während der Fahrt ist hier nicht ohne weiteres möglich.

Die E-Busse fahren in Bochum, Gelsenkirchen und Herne

Doch die Verkehrswende soll gelingen und die BOGESTRA ist bereit, sich etwaigen Schwierigkeiten zu stellen. "Mit dem Kauf von insgesamt 22 E-Bussen nehmen die Partner ihre Verantwortung im Klimaschutz weiter ernst und tragen durch den Ausbau ihres Angebotes zur Verbesserung der Luftqualität in der Metropoleregion Ruhr bei", heißt es in der Mitteilung des Verkehrsbetriebes.

Eingesetzt werden die E-Busse ab Sommer 2020. Ab dann fahren sie auf den Linien 354 in Bochum und 380 in Gelsenkirchen und Herne.