Tragödie am Uettelsheimer See

Duisburg: Mann stirbt nach Unfall am Badesee - Zeugen grillen ungestört weiter

Rettungskräfte im Einsatz am Badesee (Symbolfoto)
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Rettungskräfte im Einsatz am Badesee (Symbolfoto)

In Duisburg ist ein Mann nach einem Unfall an einem Badesee gestorben. Familien, die am Unglücksort grillten, sahen Rettungskräften ungestört zu

  • In Duisburg-Homberg ist ein 44-Jähriger nach einem Badeunfall verstorben.
  • Ersthelfer konnten den Mann noch aus dem Wasser ziehen.
  • Einige Familien ließen sich von den Rettungsmaßnahmen am Badesee nicht weiter stören.

Duisburg - Am Samstag (13. Juni) ist es am Uettelsheimer See in Duisburg-Homberg zu einem tragischen Badeunfall gekommen. Passanten hatten den in Not geratenen 44-Jährigen noch aus dem Wasser ziehen können. Doch trotz der Reanimationsversuchen der Ersthelfer und Rettungskräfte starb der verunglückte Mann später im Krankenhaus.

Stadt:

Duisburg

Bevölkerung:

498.182 (2019)

Bundesland:

NRW

bekannte Badeseen:

Sechs-Seen-Platte, Uettelheimer See

Am Nachmittag gegen 16 Uhr sei die Feuerwehr zu einem Ertrinkungsnotfall am Uettelsheimer See gerufen worden, berichtet RP Online. Passanten hätten einen in Not geratenen Mann aus dem Wasser gerettet. Die Ersthelfer sollen dann auch sofort lebensrettende Maßnahmen eingeleitet haben. 

Duisburg: Ersthelfer retten Mann noch aus dem Badesee

Die anschließend eintreffenden Rettungskräfte brachten den schwer verletzten Mann in das nächstgelegene Krankenhaus, wo der 44-jährige aus Moers jedoch verstarb. Warum der Mann beim Bade in Not geraten war, ist derzeit noch unklar.

Rettungskräfte und Augenzeugen am Unfallort zeigten sich laut einem Bericht von RP Online besonders von dem Verhalten einiger Familien am Unglücksort irritiert. Rund zwanzig Gaffer hätten verjagt werden müssen. Einige Familien, die schon vor dem Unfall am Badesee gegrillt hatten, hätten sich zudem nicht von dem Unglück und den Rettungsmaßnahmen stören lassen.

Duisburg: Gaffer am Badesee ließen sich nicht von Rettern stören

Die Familien sollen in aller Ruhe weiter gegrillt haben und sogar die Kinder animiert haben sich alles genau anzuschauen. Bilder, die dem Nachrichtenportal vorliegen zeigen, wie eine Familie direkt vor den Einsatzwagen der Rettungskräfte am Tisch sitzt und picknickt, während vier am Tisch sitzende Kinder gespannt der Arbeit der Retter zusehen.

Der Einsatzleiter Ralf Heuberg äußerte gegenüber RP Online sein Unverständnis gegenüber diesem Verhalten. Er hätte sich mit seiner Familie in so einer Situation von Unglücksort verabschiedet.

Rettungskräfte müssen immer wieder zu Badeunfällen in Seen und Flüssen ausrücken. In manchen Fällen bleibt das Ertrinken eines Menschen anders als bei dem tragischen Unglück in Duisburg zunächst sogar unbemerkt. So gilt ein Mann in Olpe seit einem Badeunfall als verschollen.

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