Die Polizei brauchte Verstärkung

SEK-Einsatz in Duisburg: Mann (39) brachte Opfer in seine Gewalt

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Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei

Heftiger Einsatz in Duisburg: Ein Mann (39) hatte ein Opfer am Sonntagmorgen in seiner Gewalt. Nur das SEK konnte es befreien.

  • Die Polizei alleine konnte den 39-Jährigen nicht überwältigen.
  • Erst als das SEK eintraf, konnte die Situation entschärft werden.
  • Am Ende wurde das 26-jährige Opfer leicht verletzt aus der Wohnung befreit.

Duisburg - In Duisburg ist es am frühen Sonntagmorgen (12. Januar) zu einem heftigen Vorfall gekommen, der nur durch das Eingreifen eines SEK-Teams beendet werden konnte. Ein 39-jähriger Mann hatte einen anderen Mann (26) in seiner Gewalt und wollte ihn nicht wieder gehen lassen.

Duisburg: SEK-Einsatz am Sonntag - Mann bringt Opfer in Gewalt

Aufmerksam wurde die Polizei auf den Vorfall, als sich ein Anwohner gegen 8.15 Uhr bei ihr meldete. Gegen 8.30 Uhr waren die Beamten schließlich vor Ort und tatsächlich: Ein Mann (39) hatte ein Opfer (26) in seiner Gewalt.

Weil der 39-Jährige nicht mit der Polizei kooperieren und den Gefangenen wieder frei lassen wollte, verständigte die Polizei das SEK. Das teilten die Beamten aus Duisburg am Sonntagmittag in einer Pressemitteilung mit

Duisburg: SEK konnte Mann leicht verletzt befreien

Dem SEK gelang es schließlich, den 39-Jährigen zu überwältigen und seinen Gefangenen zu befreien. Wie ein Polizeisprecher aus Duisburg gegenüber DER WESTEN bestätigte, kannten sich die beiden Männer. Warum der 39-Jährige den jüngeren Mann festhielt, ist jedoch nicht bekannt. 

Das 26-jährige Opfer verletzte sich bei dem Vorfall leicht. Der 39-jährige mutmaßliche Täter wurde in Duisburg festgenommen. Ihm droht nun ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung.

SEK-Einsatz im Ruhrgebiet - Situation eskalierte

Zuletzt kam es im Oktober zu einem größeren SEK-Einsatz in Mülheim im Ruhrgebiet. Dort weigerte sich eine libanesische Familie vehement gegen ihre Ausreise nach Spanien und sperrte sich in ihrer Wohnung ein.

Die Situation eskalierte komplett, als sich die Mutter ein Messer an den Hals hielt und den Beamten damit drohte, sich das Leben nehmen zu wollen. Am Ende konnten die Spezialkräfte die Situation beruhigen - der Einsatz dauerte allerdings mehrere Stunden. 

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