Autorennen in Duisburg: Fahrer rast mit Vollgas auf die Polizei zu

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Verfolgungsjagd in Gelsenkirchen. Foto: dpa

Als die Polizei in Duisburg ein Autorennen stoppen wollte, gerät sie selbst in Gefahr. Einer der beiden Fahrer raste mit Vollgas auf die Beamten zu.

Immer neue Nachrichten über illegale Autorennen: In Duisburg haben sich am Wochenende wieder zwei Raser ein Rennen geliefert - und dabei einen Polizisten bedroht.

  • Die Polizei Duisburg stoppte am Wochenende ein Autorennen.
  • Einer der beiden Fahrer konnte flüchten und wird nun gesucht.

In der Nacht auf Sonntag (8. September) fielen der Polizei zwei Autos auf. Mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren sie in Duisburg-Ruhrort nebeneinander.

Polizei versucht das Autorennen in Duisburg zu stoppen

Außerdem beschleunigten die beiden Fahrzeuge deutlich hörbar. Doch bevor die Raser ihr Autorennen richtig starten konnten, griffen die Beamten ein. Sie gaben den Fahrern ein Signal anzuhalten, denn die illegalen Rennen sind nicht nur extrem gefährlich, sondern enden häufig auch tragisch.

Einer der beiden Fahrer ignorierte das Zeichen und gab Vollgas - und raste direkt auf die Polizei zu. Ähnlich wie bei einem Fall in Köln: Auch hier bretterte ein Auto auf eine Polizeikontrolle zu und brachte dabei eine Polizistin in Gefahr. Diese sprang in letzter Sekunde zur Seite und konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen. Der Fahrer flüchtete im Anschluss.

Fahrer behauptet, er habe das Signal der Polizei nicht gesehen

Erst kurz vor den Polizisten wich er aus, trat aufs Gas und flüchtete. Wenig später konnten die Beamten den Raser allerdings schnappen.

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Diesmal reagierte er auf das Zeichen der Polizei und hielt an. Mit an Bord des 27-jährigen BMW-Fahrers war seine 25-jährige Freundin. Er behauptete, er habe die Beamten zuvor nicht gesehen.

Polizei Duisburg sucht den zweiten Fahrer

Umgehend entzogen die Polizisten dem 27-Jährigen den Führerschein und stellten den schwarzen BMW sicher. Außerdem bekam der Raser eine Anzeige wegen der Teilnahme an einem illegalen Autorennen.

Der zweite an dem Rennen beteiligte Fahrer konnte bislang nicht gefunden werden. Die Polizei Duisburg sucht deshalb nach Zeugen, die am Sonntagmorgen 1.10 Uhr das Autorennen beobachtet haben. Angaben zu dem zweiten Fahrer können unter der Rufnummer 0203/2800 gemacht werden.

Auch in Dortmund stoppte die Polizei erst kürzlich wieder mehrere Autorennen. Ein Fahrer war in der Innenstadt mit 160 Kilometern pro Stunde unterwegs.