Neuer Fund im Fall "Mia"

Kleine "Mia" tot aufgefunden: Führt dieser neue Hinweis endlich zu ihrer Mutter? - Polizei bittet um Mithilfe 

Im November 2018 wurde die kleine Mia tot aufgefunden, nun gibt es neue Hinweise.
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Im November 2018 wurde die kleine Mia tot aufgefunden, nun gibt es neue Hinweise.

Seitdem die kleine "Mia" im November 2018 tot aufgefunden wurde, sucht die Polizei Duisburg nach ihrer Mutter. Nun gibt es einen neuen Hinweis.

  • Auch über ein Jahr nach dem Fund der kleinen "Mia" sucht die Polizei Duisburg noch ihre Mutter.
  • Ein Handwaschschuh könnte neue Hinweise bringen.
  • Mit Plakaten bittet die Polizei Duisburg noch immer um Mithilfe.

Duisburg - Im November 2018 fand man in einer Sortieranlage für Altkleider in Polen ein totes Baby. Die Altkleider darin stammten aus Duisburg. Bis heute ist die Duisburger Polizei auf der Suche nach der Mutter der kleinen "Mia". Bisher ohne Erfolg, doch nun gibt es eine neue Spur.

Polizei Duisburg untersucht Waschhandschuh im Fall "Mia" und findet Hinweis

Bei der toten "Mia" fand man einen türkisen Waschhandschuh, den Wissenschaftler des Landeskriminalamtes nun einmal ganz genau unter die Lupe genommen haben. Der Stoff, das Gummibündchen und die Nähart wurden untersucht und mit einem industriell hergestellten Waschhandschuh verglichen.

Dabei stellte sich heraus, dass der Handschuh nicht industriell gefertigt worden sei, sondern an einer "heimischen Overlock-Nähmaschine", wie die Polizei Duisburg in einer Pressemitteilung erklärt. Für die Ermittler Anhaltspunkt genug, um sich noch einmal mit Plakaten an die Bevölkerung zu wenden.

Fall "Mia": Polizei Duisburg bittet noch immer um Hilfe der Bevölkerung

Damit appelliert sie an die Mithilfe, das Schicksal des Kindes aufzuklären und die Mutter zu finden. Es gelte nun herauszufinden, wer solche Handschuhe selber näht, wo möglicherweise so ein Handschuh fehle und wo man solche Stoffe kaufen könne.

Mit diesem Plakat bittet die Polizei Duisburg im Fall "Mia" um Mithilfe. 

Bisher fehlt den Ermittlern jeglicher Ermittlungsansatz. Einzige Hinweise, die die Polizei hat, sind die Kleidersammlung, die aus Duisburg stammt und ein Gewebegutachten des Kindes. Dies bestätigt, dass auch die Mutter in der Region gelebt haben muss.

Polizei Duisburg: Es geht auch darum, andere Kinder zu schützen

Doch die Suche der Polizei Duisburg, welchen wegen vermeintlicher Blutspuren an einem BMW vor einem Rätsel steht, geht weiter, auch wenn es sich um einen noch so kleinen Hinweis handelt. "Wir nehmen jeden noch so kleinen Ansatz, um zu klären, was mit Mia geschehen ist", wie eine Sprecherin der Polizei erklärt. Dabei habe die Polizei eben auch einen präventiven Gedanken, wie sie gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur betonte: "Wir wollen nicht, dass einem Geschwisterkind dasselbe passiert."

Denn bisherige Erfahrungen zeigten, dass Frauen, die so etwas einmal getan haben, ihr Verhalten nicht änderten. Wer Hinweise hat, die der Polizei bei der Suche der Mutter helfen können, kann sich unter der Nummer 0203-2800 oder per Mail (mia@polizei.nrw.de) bei der Polizei Duisburg melden.

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