Kinder quälen in Duisburg einen Igel zu Tode - Polizei sucht Zeugen der krassen Tierquälerei

Kinder sollen in Duisburg einen Igel zu Tode gequält haben. Foto: dpa
+
Kinder sollen in Duisburg einen Igel zu Tode gequält haben. Foto: dpa

In Duisburg sollen Kinder einen Igel zu Tode gequält haben. Die Polizei ermittelt in dem Fall von schwerer Tierquälerei und sucht Zeugen. Hier die Infos.

Die Polizei Duisburg ermittelt aktuell in einem Fall von drastischer Tierquälerei. Kinder sollen einen Igel zu Tode gequält und ihn anschließend an eine Laterne gebunden haben.

  • Die Kinder sollen den lebenden Igel gefangen und eingesperrt haben.
  • Die Polizisten fanden nur noch das tote Tier.
  • Zu den mutmaßlichen Tätern fehlt bislang jede Spur.

Bereits am Donnerstag (10. Oktober) alarmierten Zeugen gegen 14.35 Uhr die Polizei in Duisburg. Der Grund: Eine Gruppe aus vier Jungen (6-10 Jahre) und einer Jugendlichen (zwischen 12 und 14 Jahren) soll auf der Lehnhofstraße einen Igel zu Tode gequält haben.

Es ist nicht das erste Mal, dass sowas passiert. In Willich am Niederrhein entdeckten Passanten einen angezündeten Igel in einem Mülleimer.

Polizisten aus Duisburg fanden nur noch den toten Igel vor

Und tatsächlich: Bei ihrer Ankunft fanden die Polizisten den toten Igel vor. Die Zeugen gaben an, die Gruppe aus Kindern und der Jugendlichen hätte den lebendigen Igel eingesperrt und geschlagen.

Besonders makaber: Anschließend sollen sie ihn mit einem Schnürsenkel an einen Laternenpfahl - gut sichtbar für Passanten - gebunden haben.

Weil bislang jegliche Hinweise zu der mutmaßlichen Tierquäler-Gruppe fehlen, sucht die Polizei Duisburg nach Zeugen und Hinweisen. Wer genauere Angaben zu den Kindern machen kann, soll dies der Kripo unter der Telefonnummer 0203-280-0 melden.

Andere Fälle von Tierquälerei aus der Region

Es ist nicht das erste Mal, dass Unbekannte wie in Duisburg hilflose Tiere quälen oder töten. Erst im Mai sorgte ein Fall aus Velbert für medialen Aufruhr, als ein Jungbulle auf der Weide erst gequält und dann kastriert wurde. Anschließend ließen ihn die Täter zum Sterben zurück - die Polizei sprach von einer "abscheulichen Tat".

In Dortmund wurde Anfang des Jahres ein Meerschweinchen mitsamt seinem Nachwuchs in einem Park gefunden. Besonders tragisch: Das Muttertier war trächtig und die Temperaturen eisig. Die Tiere kamen anschließend ins Tierheim. Der Halter, so hieß es, war offenbar überfordert mit den kleinen Säugern.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Aachen. Dort fand ein Mitarbeiter der städtischen Reinigung in einer Mülltonne ein exotisches Tier: einen Axolotl. Der Lurch landete genauso wie die Meerschweinchen im Tierheim. Ob er vermittelt werden konnte, ist nicht bekannt. Immerhin ist er nicht wie in Duisburg getötet worden