Bei Facebook und Instagram

Irre Aktion im Corona-Lockdown: Friseurin aus NRW versteigert begehrten Termin

Die Friseure in NRW dürfen am 1. März wieder öffnen. Eine Friseurin aus Duisburg im Ruhrgebiet hat das zum Anlass für eine kuriose Versteigerung genommen.

Duisburg - Die Corona-Pandemie verlangt den Menschen in Nordrhein-Westfalen weiterhin einen langen Atem ab. Für die Friseure, die seit Wochen nicht arbeiten dürfen, gab es nach der Ministerpräsidentenkonferenz am 10. Februar allerdings grünes Licht: Die Friseursalons dürfen ab dem 1. März wieder den Betrieb aufnehmen - obwohl der Lockdown vorerst bis zum 7. März verlängert wurde.

StadtDuisburg
Einwohner501.591 (2020)
Fläche232,8 km²

Trotz verlängerten Corona-Lockdown: Friseure in NRW dürfen am 1. März wieder öffnen

In der Branche der Coiffeure und Barbiere ist also endlich wieder Aufatmen angesagt. Denn viele Betriebe hat die Corona-Krise hart getroffen, berichtete auch ein Friseur aus Dortmund.

Doch nicht nur die Personen an Schere und Rasierer sind erleichtert über die beschlossenen Lockerungen für ihre Arbeit. Viele Kunden freuen sich bereits auf ihren ersten Besuch beim Friseur seit Monaten. Einen Termin zu ergattern, ist deshalb derzeit gar nicht so einfach.

NRW: Friseurin aus Duisburg versteigert frühesten Termin am 1. März

Das weiß wohl auch Sadiye Kisin aus Duisburg. Sie hat sich für ihren „Haarscharf Friseursalon“ im Ruhrgebiet eine kuriose Marketing-Aktion ausgedacht. Während andere Läden in NRW ihren Betrieb wohl erst in den Morgenstunden aufnehmen werden, teilt die 48-Jährige auf bei Facebook und Instagram mit, dass sie am 1. März im 00.01 Uhr einen Zusatztermin in ihrem Salon versteigern möchte.

Seit Tagen stehe das Telefon in dem Salon im Duisburger Stadtteil Buchholz nicht mehr still. „Bis zum 11.03.2021 gibt es schon keine freien Termine mehr“, heißt es in dem Beitrag bei Facebook und Instagram. Es gebe einen regelrechten Kundenandrang (mehr News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Irre Aktion in NRW: Friseurin aus Duisburg will Erlös für Termin-Versteigerung spenden

Und siehe da - am Wochenende (20./21. Februar) sollen auch schon die ersten Gebote bei der Friseurin aus Duisburg eingegangen sein, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die 48-Jährige selbst wolle die Summe am Ende aufstocken.

Das Geld, das der „Haarscharf Friseursalon“ bei der Versteigerung für den frühesten Termin einnimmt, solle für einen guten Zweck genutzt werden. „Wir werden den kompletten Erlös der Aktion an die Kindernothilfe in Duisburg spenden“, schreibt Sadiye Kisin in den sozialen Medien.

Friseurin aus Duisbrug versteigert Termin für den 1. März - Corona-Regeln haben oberste Priorität

Gebote für die Termin-Versteigerung nimmt die 48-jährige Friseurin noch bis zum 28. Februar (Sonntag, 12 Uhr) an. Wer den frühen Termin in Duisburg am Ende ergattert, darf sich trotz Corona offenbar unbesorgt auf seinen Friseurbesuch freuen. Denn Kisin habe nicht nur die Öffnungszeiten ihres Salons verlängert.

Im „Haarscharf Friseursalon“ in Duisburg will man sich an die Corona-Regeln halten.

Die Einhaltung der Hygiene-Regeln habe bei ihr aber zudem oberste Priorität. „Messebauer haben uns Kabinen gebaut, in denen man dann für eine Dauerwelle länger abgetrennt sitzen kann“, so die Friseurin gegenüber der dpa. Außerdem gebe es eine Lüftung für den Salon in Buchhulz und die Warteplätze für Kunden seien abgeschafft worden. mit dpa-Material

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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