Dramatische Einsätze

Dramatischer Einsatz im Ruhrgebiet: Polizist erschießt Hund

In Duisburg hat ein Polizist am Sonntag einen aggressiven Hund erschossen. Ein ähnlicher Einsatz in Dortmund ging glimpflicher aus.

Duisburg/Dortmund – Polizisten im Ruhrgebiet hatten es am Wochenende mit gleich zwei aggressiven Hunden zu tun. Dass die dramatischen Einsätze recht unterschiedlich ausgingen, liegt wohl auch an einem neuen Hilfsmittel der Polizei in Dortmund.

TierDeutscher Schäferhund
Erster Rassestandard1891
NutzenBegleit-, Wach-, Dienst- und Hütehund

Duisburg: Schäferhund beißt zwei Menschen – Halterin schwer verletzt

Der erste Einsatz der Polizei war am Sonntag (24. Januar) am Ruhrufer in Duisburg nötig (alle News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de). Nach einem Treffen mit einem anderen Hund ließ sich ein Schäferhund von seiner Besitzerin (53) nicht mehr beruhigen, berichtet die Polizei. Stattdessen fiel er die Frau an und verletzte sie durch Bisse schwer.

Ein Zeuge (44), den der deutsche Schäferhund zuvor ebenfalls gebissen hatte, band das aufgebrachte Tier an einem Pfahl am Ufer fest. Passanten riefen den Rettungsdienst, der die Hundehalterin zur stationären Behandlung ins Krankenhaus brachte.

Polizei Duisburg muss aggressiven Schäferhund erschießen

Der aggressive Hund ließ sich jedoch weder von Mitarbeitern des Tierheims noch von den Hundeführern der Polizei beruhigen, berichten die Beamten am Montag (25. Januar): „Immer wieder versuchte er sich loszureißen und biss wild um sich.“

Weil das Blasrohr mit Betäubungspfeilen aus der Tierklinik defekt war, gelang es nicht, den Hund zu beruhigen. Als der Pfahl aus dem Boden zu reißen drohte, erschoss ein Polizist den Hund schließlich. Insbesondere illegal gehandelte Hunde sind häufig verhaltensauffällig.

Die Polizei Duisburg hatte es mit einem aggressiven Schäferhund zu tun (Symbolfoto).

Aggressiver Hund: Einsatz der Polizei in Dortmund verläuft glimpflicher

Dass es so weit nicht unbedingt kommen muss, zeigt ein weiterer Einsatz vom Wochenende. Denn auch die Polizei Dortmund hatte es mit einem aggressiven Hund zu tun.

Wegen eines Streits in einer Wohnung in Dortmund-Brechten riefen Nachbarn am späten Samstagabend (23. Januar) die Polizei. Bereits im Treppenhaus konnten die Beamten laut einer Pressemitteilung lautes Hundegebell hören.

Polizisten in Dortmund stoppen aggressiven Rottweiler mit Taser

Obwohl sie sich als Polizisten zu erkennen gaben, öffnete der Nachbar (36) weder die Tür noch beruhigte er seinen aggressiven Hund oder schloss ihn weg. Im Gegenteil: „Stattdessen öffnete sich plötzlich die Wohnungstür und ein ausgewachsener Rottweiler stürmte bellender- und knurrenderweise auf die Polizeibeamten zu“, heißt es in der Mitteilung.

Weil der Mann den Rottweiler nicht zurückrief, schoss einer der Beamten mit einem Taser auf das Tier. Die sogenannten Distanzelektroimpulsgeräte (DEIG) werden seit Kurzem von der Polizei Dortmund getestet. Der zweite Schuss aus der Waffe traf – und zeigte Wirkung. Der Hund wurde durch den Treffer handlungsunfähig und rannte kurz darauf weg. „Das war ein probates und wirkungsvolles Mittel“, sagte Polizeisprecherin Kristina Purschke gegenüber RUHR24.

Dortmund: Mann geht auf Polizisten los – und landet im Gewahrsam

Zeitgleich sei der Mann jedoch „in aggressiver Körperhaltung“ auf die Beamten zugerannt. Diese konnten den Angriff des augenscheinlich Betrunkenen jedoch mit einem einfachen Polizeigriff abwehren. Die Beamten blieben unverletzt. Der Mann wurde festgenommen und ins Gewahrsam gebracht. Einen Alkoholtest lehnte er ab.

Seinen sichtbar verängstigten Rottweiler wollte der Mann aus Dortmund nach dem Taser-Einsatz nicht untersuchen lassen. Das Tier kam anschließend bei Bekannten unter. Jetzt erwartet den Halter ein Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie des tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Rubriklistenbild: © Mary Altaffer/AP/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa; Collage: RUHR24