Bild: Goldschmidt/RUHR24

Ein Großbrand in einer Lagerhalle in Duisburg ist am frühen Montagmorgen (7. Oktober) gelöscht worden. Auch ein beliebter Glühweinstand ist vom Brand betroffen – das „Glühweinschiff“.

  • Der Brand brach in einer Lagerhalle im Dellviertel von Duisburg aus.
  • In der Halle befand sich ein beliebter Glühweinstand des Weihnachtsmarkts.
  • Das „Glühweinschiff“ ist abgebrannt.

Brand in Duisburg: Was wird aus dem Glühweinschiff?

Update, Dienstag (8. Oktober), 10.50 Uhr: Inzwischen steht fest: Das Feuer in der Lagerhalle hat das „Glühweinschiff“ komplett zerstört. Auf dem diesjährigen Duisburger Weihnachtsmarkt wird der Glühweinstand also fehlen, teilten die Besitzer nun der WAZ in Duisburg mit.

Mittlerweile hat die Polizei eine Vermutung, wer den Brand ausgelöst haben könnte: ein 39-jähriger Mann, der zuvor mit Reparaturarbeiten am „Glühweinschiff“ zu Gange war. Möglicherweise könnten diese das Feuer entfacht haben. Die Polizei geht laut WAZ inzwischen von einer fahrlässigen Brandverursachung aus.

Der Betreiber des versicherten 150.000-Euro-Schiffes will 2020 aber mit einem neuen Schiff wieder auf dem Duisburger Weihnachtsmarkt an den Start gehen.

Erstmeldung, Montag (7. Oktober), 10.49 Uhr: Die 100 Quadratmeter große Halle an der Musfeldstraße/Ecke Im Bocksbart im Duisburger Dellviertel war am Sonntagabend in Brand geraten, berichtete ein Feuerwehrsprecher.

Ein Mensch wurde demnach bei dem Feuer leicht verletzt. Wegen starker Rauchentwicklung sollten die Anwohner Fenster und Türen über Nacht geschlossen halten.

Verlust für den Weihnachtsmarkt möglich

Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Feuerwehr berichten, soll sich in der Lagerhalle das beliebte Glühweinschiff „Freyja“ befunden haben, das im Advent auf dem Weihnachtsmarkt vor dem City-Palais in Duisburg steht. Wie stark der Glühweinstand in Mitleidenschaft gezogen wurde, steht bislang nicht fest.

Sollte das Schiff für den Weihnachtsmarkt 2019 nicht zur Verfügung stehen, würde Duisburg ein weiteres beliebtes Markenzeichen verlieren. Im vergangenen Jahr mussten die Duisburger auf das Riesenrad verzichten, dessen Betreiber aus freien Stücken nach Dortmund abgewandert war.

Die Brandursache und Schadenshöhe waren zunächst unklar, an den Löscharbeiten waren 55 Einsatzkräfte beteiligt. mit dpa-Material