Verfolgungsfahrt auf der A3

Polizei im Ruhrgebiet mit filmreifer Jagd auf Kriminellen bei Tempo 200  - Mordkommission ermittelt

Polizei verfolgt Drogenkurier auf A3 bei Duisburg.
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Polizei verfolgt Drogenkurier auf A3 bei Duisburg.

In Duisburg auf der A3 gab es eine filmreife Verfolgungsjagd bei Tempo 200. Ein Krimineller fuhr der Polizei davon - jetzt muss die Mordkommission ermitteln. 

  • Ein Drogenkurier hat sich am Montag auf der A3 eine filmreife Verfolgung mit der Polizei geliefert.
  • Erst in Duisburg endete die Irrfahrt des Mannes - nach einer Panne.
  • Die Beamten fanden Kiloweise Drogen bei ihm.

Duisburg - Die Polizei Duisburg musste sich am Montag eine wilde Verfolgungsfahrt mit einem rasenden Drogenkurier liefern. Der 25-Jährige fuhr mit bis zu 200 Kilometern in der Stunde davon. Erst eine Panne stoppte den Mann.

Duisburg: Drogenkurier rast mit 200 Sachen über A3

Der Autofahrer war Polizisten gegen 20 Uhr kurz hinter der niederländischen Grenze bei Emmerich aufgefallen. Als sie ihn stoppen wollten, gab der junge Mann Vollgas, berichtet die Polizei Duisburg. Die Beamten verfolgten ihn und forderten Verstärkung an.

Und die war auch bitter nötig, wie sich kurz darauf zeigen sollte. Denn der Mann aus Dinslaken raste mit bis zu 200 Sachen über die Autobahn in Richtung Köln. Zahlreiche Beamte der Bundespolizei sowie Streifenwagen und ein Hubschrauber verfolgten den Drogenkurier, der durch seine aggressive Fahrweise auffiel.

Verfolgungsfahrt bei Duisburg endet mit Panne

Nach Angaben der Polizei wechselte er bei der wilden Verfolgung mehrfach die Fahrstreifen und gefährdete andere Autofahrer. An der Anschlussstelle Wesel rammte er schließlich einen Einsatzwagen der Polizei. Zuletzt war es in Duisburg an Weihnachten bei einer Alkoholfahrt zu einem schlimmen Unfall gekommen.

Der Drogenkurier gefährdete andere Autofahrer.

Doch statt anzuhalten, raste der Mann weiter über mehrere Autobahnen und Landstraßen. Erst hinter dem Autobahnkreuz Duisburg-Nord, rund 70 Kilometer hinter der Grenze, endete seine Irrfahrt. Der rasende Drogenkurier hatte den Tank des Wagens leer gefahren.

Duisburg: Verdächtiger wirft Drogen über diue Leitplanke

Nach der filmreifen Verfolgung stieg der Mann aus und warf eine rote Reisetasche über die Leitplanke. Nach dessen Festnahme fanden die Beamten darin kiloweise Drogen: ein Kilogramm Marihuana, fünf Kilo Amphetamine, sowie Chrystal Meth und Heroin.

Einen Führerschein hatte der 25-Jährige nicht. Die Drogen, sein Handy und den Fluchtwagen stellte die Polizei sicher. Eine Blutprobe wurde angeordnet. Dem Tatverdächtigen wird versuchter Totschlag, Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen. Er wird am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt.

Polizei richtet nach Verfolgungsfahrt Mordkommission ein

Wegen der lebensgefährlichen Fahrmanöver des Drogenkuriers richtete die Polizei Duisburg noch am selben Abend eine Mordkommission ein. Ein Gutachter soll den Unfall prüfen.

Außerdem sucht die Kripo nach Zeugen. Wer die Verfolgungsfahrt an der A3 am Montag beobachtet hat, soll sich unter 0203/2800 melden.

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