Dortmund top, Ruhrgebiet flop: So zukunftsfähig sind die Städte in der Region

Oberbürgermeister Ullrich Sierau klebt in Dortmund die ersten "Handy-Park"-Aufkleber an. In einer Bitkom-Studie schneidet die Stadt gut ab. Foto: Felix Huesmann/RUHR24
+
Oberbürgermeister Ullrich Sierau klebt in Dortmund die ersten "Handy-Park"-Aufkleber an. In einer Bitkom-Studie schneidet die Stadt gut ab. Foto: Felix Huesmann/RUHR24

Dortmund landet in einer Studie zur Digitalisierung in den Städten in den Top10. Viele andere Städte im Ruhrgebiet rangieren jedoch am Ende der Liste.

Dortmund landet in einer neuen Studie zur Digitalisierung deutscher Städten unter den Top 10. Viele andere Großstädte im Ruhrgebiet rangieren hingegen am Ende der Liste.

  • Dortmund belegt im Smart-City-Index von Bitkom den 9. Platz.
  • Die Studie erhebt, wie zukunftsfähig 81 Städte in Deutschland sind.
  • Hagen, Recklinghausen und Oberhausen rangieren am Ende der Liste.

Dortmund ist bei der Digitalisierung in den Top 10

Mit Ausnahme von Dortmund sind viele Städte im Ruhrgebiet nicht zukunftsfähig, wenn es um die Digitalisierung geht. Das geht aus dem Smart City Index 2019 des Branchenverbands Bitkom (PDF) hervor.

Der Verein hat systematisch den Stand der Digitalisierung in 81 Deutschen Großstädten erfasst. Mit Abstand am besten schneidet dabei Hamburg ab. Mit starken Ergebnissen in den Bereichen Verwaltung und Gesellschaft schafft es aber auch Dortmund in die Top Ten.

Die zehn Städte mit der besten Digitalisierung in Deutschland:

  • Hamburg
  • Karlsruhe
  • Stuttgart
  • Berlin
  • München
  • Heidelberg
  • Bonn
  • Köln
  • Dortmund
  • Darmstadt

Zahlreiche andere Städte im Ruhrgebiet landen dagegen nur im Mittelfeld oder gar am Ende der Rangliste.

Digitale Verwaltung ist top, beim Carsharing hapert es noch

Untersucht hat Bitkom 35 Indikatoren der Digitalisierung in den Bereichen Verwaltung, Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität und Gesellschaft. Kann man in den Städten bargeldlos zahlen? Wie ist die Breitbandanbindung? Und wie hoch der Anteil an Elektrofahrzeugen?

Dabei schneidet Dortmund besonders bei der Digitalisierung der Verwaltung gut ab. Social-Media-Präsenz und Website sind top, beim bargeldlosen Zahlen sind derweil viele andere Städte besser.

Auch der Mobilfunk ist in Dortmund sehr gut. Bei Breitband und öffentlichem WLAN hapert es aber noch. Intelligente Straßenlaternen bringen Dortmund Punkte in der Kategorie Energie und Umwelt. Beim Carsharing sieht es hingegen noch sehr mau aus.

Dafür holt die Stadt mit offenen Werkstätten, Co-Working-Spaces und einer ordentlichen Open-Data-Plattform wieder auf.

Andere Städte im Ruhrgebiet schneiden in der Studie nicht so gut ab

An dieses gute Ergebnis kommen die anderen getesteten Städte im Ruhrgebiet nicht heran. Hagen (74. Platz), Recklinghausen (76.) und Oberhausen (77) belegen gar die hinteren Plätze unter den 81 Städten.

So schneiden die anderen Städte im Ruhrgebiet ab:

  • 32. Bochum
  • 33. Duisburg
  • 42. Hamm
  • 45. Gelsenkirchen
  • 52. Essen
  • 53. Bottrop
  • 64. Herne
  • 72. Mülheim an der Ruhr
  • 74. Hagen
  • 76. Recklinghausen
  • 77. Oberhausen

Der Branchenverband Bitkom vertritt mehr als 2700 Unternehmen der digitalen Wirtschaft. Der Verband fördert die digitale Transformation der Deutschen Wirtschaft und will mit der Erhebung Ansporn geben, diese in den Städten umzusetzen.