Zwei Taten im Ruhrgebiet

Täter sammeln nach Explosion an Mülheimer Bankautomaten Geldscheine vom Boden - dann folgt verdächtige Szene in Dortmund

In Mülheim wurde auf einem McDonald-Parkplatz ein Geldautomat in die Luft gejagt.
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In Mülheim wurde auf einem McDonald-Parkplatz ein Geldautomat in die Luft gejagt.

Die Polizei im Ruhrgebiet jagt nach zwei Taten in Mülheim und Dortmund Geldautomaten-Sprenger. Sind es sogar die gleichen Männer?

  • In Mülheim ist es in der Nacht zu Donnerstag zu einer Explosion gekommen.
  • Ein Geldautomat ist in die Luft gesprengt worden.
  • Wenig später spielten sich auch in Dortmund verdächtige Szenen ab.

Mülheim an der Ruhr / Dortmund - Jagt die Polizei im Ruhrgebiet nach einer geglückten Geldautomatensprengung in Mülheim an der Ruhr und einem Fehlversuch in Dortmund dieselben Täter?

Fakt ist: Sowohl in Mülheim als auch in Dortmund hatten zwei Personen in der Nacht zu Donnerstag (9. Januar) versucht, an Geld zu kommen und dazu Geldautomaten in Augenschein genommen.

Mülheim: Explosion auf McDonald's Parkplatz - dann verdächtige Situation in Dortmund

Zum ersten Fall war es gegen 3.20 Uhr am frühen Morgen in Mülheim-Saarn auf einem Parkplatz einer McDonald's-Filiale gekommen. Wie die Polizei in Mülheim mitteilt, war der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes durch eine Explosion an der Kölner Straße, Ecke zur Straßburger Allee aufgeschreckt worden. Offensichtlich hatten Kriminelle einen Geldautomaten dort in die Luft gejagt.

Auf dem Parkplatz in Mülheim wurden durch die Sprengung auch zwei in der Nähe parkende Autos beschädigt.

Als der Security-Mann mit seinem Auto näher an den Tatort fuhr, konnte er sehen, wie zwei Personen Geldscheine vom Boden aufhoben und diese in eine Tasche steckten. Mit einem Audi sollen die beiden dann laut Aussagen des Zeugen mit quietschenden Reifen davongerast sein. 

Der Zeuge fuhr hinterher, konnte die beiden bis zum Kreuz Breitscheid (A3/A52) verfolgen und verlor dann den Kontakt. Zumindest ein Kennzeichen der Stadt Duisburg will der 42-Jährige bei den Flüchtenden ausgemacht haben.

Zuletzt war es in Mülheim an der Ruhr zu einer Massenschlägerei an einem Döner-Imbiss gekommen.

Nach Explosion in Mülheim folgt verdächtige Aktion in Dortmund

Auffällig: Nur eine Stunde später - gegen 4.20 Uhr - sollte es in Dortmund erneut zu einem ähnlichen Vorfall kommen. Wie die Polizei in der Westfalenmetropole berichtet, seien dort im westlichen Stadtteil Mengede zwei Männer dabei gesichtet worden, während sie mit Gasflaschen ausgestattet den Vorraum einer Bank am Mengeder Markt betraten. Dabei sollen sie jedoch gestört worden sein, sodass sie die Flucht ergriffen. Die Filiale in Mengede war bereits im Juli 2019 Ziel einer Geldautomatensprengung.

Ermittler in Dortmund und Mülheim ermitteln aktuell noch gesondert, berichtet eine Sprecherin der Polizei in Dortmund gegenüber RUHR24.de. Aber: "Ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen wird nicht ausgeschlossen", sage die Sprecherin am Donnerstag gegenüber unserer Redaktion.

Polizei in Mülheim und Dortmund haben Täterbeschreibungen

In beiden Fällen liegt der Polizei eine Täterbeschreibung vor. Im Fall von Mülheim sieht diese folgendermaßen vor:

  • beide Personen waren etwa 170 bis 180 Zentimeter groß
  • sie trugen schwarze Kleidung sowie eine schwarze Sturmhaube
  • einer der Tatverdächtigen sei etwas dünner, der andere deutlich kräftiger, jedoch nicht dicklich gewesen.

Hinweise nimmt das zuständige Kriminalkommissariat 32 in Mülheim unter der Telefonnummer 0201/829-0 entgegen.

Zuletzt wurde die Polizei nach Schüssen zu einem Haus in Mülheim an der Ruhr gerufen. Verletzt wurde niemand, die Beamten machten aber ungewöhnliche Entdeckungen.

Polizei Dortmund veröffentlicht Täterbeschreibung

Im Falle der abgebrochenen Tat von Dortmund ist die Täterbeschreibung die folgende:

  • Ein Täter hatte eine schlanke Statur und war mit einer blauen Jeanshose, einer grauen Jacke mit silbernem Reißverschluss, einer schwarzen Sturmhaube sowie hellgrauen Stoffhandschuhen bekleidet.
  • Der zweite Täter hatte ebenfalls eine schlanke Statur. Er war mit einer roten Hose sowie einer grauen Jacke mit rundem Patch auf dem linken Arm bekleidet. Des Weiteren trug er orange Handschuhe, dunkle Schuhe und eine schwarze Sturmhaube.

Hinweise bitte an die Kriminalwache unter 0231/132-7441.

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