Teure Dienstleistung

Corona im Ruhrgebiet: Kuriose Friseur-Party löst Polizeieinsatz aus

Da haben die Beamten der Polizei Kreis Unna nicht schlecht gestaunt. In einem Kellerraum in Schwerte bei Dortmund lösten sie ein illegales Corona-Treffen auf. Doch das war nicht alles.

Schwerte/Dortmund - Es war eine eindeutige Szenerie, die von den Beamten der Polizei Kreis Unna am vergangenen Freitag (15. Januar) vorgefunden wurde. Auf dem Boden lagen abgeschnittene Haare, auf den Tischen Friseurbedarf wie Scheren oder Rasierer. In einem Kellerraum hielten sich trotz Coronavirus 20 Personen auf und es roch nach Drogen.

VirusCoronavirus (Sars-CoV-2)
ErkrankungCovid-19
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Corona im Ruhrgebiet (Schwerte bei Dortmund): Polizei löst ein illegales Treffen im Keller auf

„Offensichtlich war einer der Anwesenden Friseur“, sagt ein Sprecher der Polizei Kreis Unna gegenüber RUHR24.de. Gegen 16.45 Uhr trafen die Beamten in Schwerte bei Dortmund in einem Geschäftshaus ein. Zuvor hat es einen Hinweis aus der Bevölkerung gegeben.

Die 20 Personen hielten sich in einem Kellerraum ohne die aktuell nötigen Sicherheitsvorkehrungen und Hygienevorschriften auf. Es wurde weder der in der Corona-Pandemie so häufig gepredigte Sicherheitsabstand noch die Pflicht des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes nachgegangen (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Die abgeschnittenen Haare und die Gegenstände aus einem Friseurgeschäft ließen nur ein Fazit zu: Die 20 Personen haben sich getroffen, um sich die Haare schneiden zu lassen. Doch das war nicht alles.

Corona im Ruhrgebiet (Schwerte bei Dortmund): Bis zu 20 Personen ließen sich Haare trotz Corona schneiden

Denn die Polizisten nahmen auch den Geruch von Drogen wahr und stellten diverse Mittel bei der Durchsuchung sicher. Drei Personen nahmen die Beamten der Polizei Kreis Unna in Schwerte bei Dortmund vorläufig fest. Die Männer wurden jedoch nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens aus der Haft entlassen (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Der Friseurbesuch könnte für die Anwesenden aufgrund von Corona teuer werden. Die Polizei leitete gegen die 20 Personen Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung ein. Obwohl die Infektionszahlen noch nicht eindeutig sinken und es in NRW und Deutschland bald zu noch strengeren Corona-Regeln kommen könnte, löste die Polizei nicht nur in Schwerte bei Dortmund größere Ansammlungen auf.

In Gelsenkirchen, in den Stadtteilen Schalke und Rotthausen, gab es zwei Corona-Feiern. Am Sonntag (17. Januar) feierten in Schalke-Nord insgesamt 60 Personen eine Hochzeit in einer Wohnung. In Rotthausen gab es ebenfalls am Sonntag (17. Januar) ein Treffen mit rund 20 Personen.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/Arne Dedert / Collage: RUHR24.de

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