Online-Petition von Tierschützern 

Ärger in Herne: Tierschützer kritisieren Cranger Weihnachtszauber für "Tierquälerei!

Der Cranger Weihnachtszauber hat am Donnerstag (21. November) eröffnet. Schon vor dem Start gab es Ärger. Tierschützer haben gegen den Veranstalter geschossen und Demos angekündigt. 

  • Tierschützer haben schon vor dem Start des Cranger Weihnachtszaubers am Donnerstag (21. November) für Aufsehen gesorgt.
  • Die Tierschutzorganisation "Peta" hat gleich vier Demonstrationen auf dem Weihnachtsmarkt in Herne-Crange angekündigt. 
  • Ponyreiten verschwindet von den Weihnachtsmärkten - in Dortmund gibt es seit 2018 kein Ponykarussell mehr.

Tierschützer kritisieren Cranger Weihnachtszauber wegen des Ponykarussell: "Verliert den Zauber"

Am Donnerstag (21. November) hat der Weihnachtsmarkt in Herne eröffnet. Schon im Vorfeld kritisierten Tierschützer die Veranstalter- und die Kritik scheint noch nicht abzuebben. Es geht um das Ponykarussell. Im Gegensatz zu anderen Weihnachtsmärkten, wie Dortmund, gibt es auf dem Cranger Weihnachtszauber noch eine Möglichkeit, auf Ponys zu reiten.

Tierschützer kritisieren das Ponykarussell. Es ist auch eine Petition - "Online-Petition "Kein Ponykarussell auf dem Cranger Weihnachtszauber" -  ins Leben gerufen worden, bei der bis heute (23. November) schon knapp 21.000 Menschen unterschrieben haben. Der Vorwurf der Tierschützer: Ein Ponykarussell sei völlig inakzeptabel. Sogenannte "Herdenfluchttiere" sollten nicht sechs Stunden lang pro Tag einfach im Kreis laufen. Zudem seien Lärm und Lichtreflexionen untragbar für die Tiere und eine richtige Ruhezone sei für sei auch nicht vorhanden. 

"Dieser Weihnachtsmarkt wurde für mich durch die Ponykarussell-Aktion leider total entzaubert", schreibt Sandra Budde, Initiatorin der Online-Petition gegen das Ponykarussell. Diese Form der "Tierquälerei" müsse Enden.

Ponykarussell auf dem Cranger Weihnachtszauber - Veterinäramt hat es erlaubt

Tierschützer haben angekündigt, gegen das Ponykarussell auf demCranger Weihnachtszauber zu demonstrieren. Die Tierschutzorganisation "Peta" hat Demos für den 30. November sowie den 1., 8., 15. und 22. Dezember angekündigt. 

Wie der WDR schon am Mittwoch (20. November) berichtete, hat das Veterinäramt Recklinghausen das Ponykarussell auf dem Weihnachtsmarkt in Herne erlaubt. Alle Richtlinien seien eingehalten worden, den Tieren ginge es gut. Am Freitag (22. November) berichtete die WAZ über den Betreiber, der mit dem Ponykarussell auf dem Cranger Weihnachtszauber steht. 

Ponykarussell auf dem Cranger Weihnachtszauber: Betreiber beklagt Rufmord

Er beklage Rufmord und widerspreche den Tierschützern. Kein Tier müsse im Kreis laufen. Zudem sei die Reitbahn etwa 35 Meter lang und oval. Die Ponys hätten in sechs Stunden mindestens zwei lange Pausen. 

Auf dem Weihnachtsmarkt in Dortmund gibt es seit 2018 kein Ponyreiten mehr. Der Schausteller zog aus Dortmund zurück. Der Grund: jahrelange Proteste von Tierschützern. Gegenüber RUHR24 äußerte sich Weihnachtsmarkt-Geschäftsführerin Verena Winkelhaus im November 2018: "Er hielt den psychischen Druck der penetranten Tierschützer nicht mehr aus." Auf dem Cranger Weihnachtszauber wird das Ponykarussell 2019 weiter bestehen. Wie es in der Zukunft aussieht, ist unklar. 

Im Ruhrgebiet gibt es zahlreiche Weihnachtsmärkte. Auch in Dortmund, Bochum und Essen öffnen die Buden in der Innenstadt nach und nach. 

Rubriklistenbild: © dpa/Cranger Weihnachtszauber/Collage: RUHR24