Neue Maßnahmen

Risikogebiete in NRW: Welche Regeln im Kreis Unna und Kreis Recklinghausen jetzt greifen

Die Kreis Unna und Recklinghausen sind jetzt Risikogebiete.
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Die Kreis Unna und Recklinghausen sind jetzt Risikogebiete.

Der Kreis Unna und Kreis Recklinghausen gelten in Sachen Coronavirus als Risikogebiet. Auch andere Städte in NRW überschreiten den Inzidenzwert. Diese Regeln gelten jetzt.

NRW/Ruhrgebiet - Das Robert-Koch-Institut gibt seit Montag (12. Oktober) einen Inzidenzwert von 58,2 für den Kreis Unna an. So viele Menschen haben sich pro 100.000 in den letzten sieben Tagen mit Corona angesteckt. Auch im Kreis Recklinghausen ist dieser Wert kritisch und liegt bei aktuell bei 62,7 (Stand 12. Oktober, 0 Uhr). Doch welche Auswirkungen hat das?

BundeslandNordrhein-Westfalen/NRW
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Coronavirus in NRW: Kreis Recklinghausen und Kreis Unna sind Risikogebiet

Der Kreis Unna und der Kreis Recklinghausen planen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus teilweise unterschiedliche Maßnahmen. So konzentrieren sich die neuen Regeln in Unna vor allem auf öffentliche Veranstaltungen und Feiern.

Laut der Verwaltung der Stadt sind demnach keine Feiern im öffentlichen Raum mit mehr als 25 Teilnehmern mehr gestattet. Auch sogenannte Kontaktsportarten sind untersagt. Das betrifft im Kreis Unna sowohl sämtliche Veranstaltungen, die damit zu tun haben sowie den kompletten Spiel- und Trainingsablauf.

Kreis Unna und Recklinghausen in NRW: Diese Maßnahmen greifen jetzt

Ansonsten spricht der Kreis Unna vor allem Empfehlungen aus, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. So sei es sinnvoll, in Schulen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und auf Arbeitsgemeinschaften und Veranstaltungen zu verzichten.

In Kitas wird dagegen empfohlen, Kinder, wenn möglich, in festen Gruppen zu betreuen. Das schließt auch die Zeit im Außenbereich ein. Die Empfehlungen gelten auch für Betreuungsangebote in den Herbstferien. Doch wie steht es um die Maßnahmen im Kreis Recklinghausen?

Coronavirus/NRW: Recklinghausen will Maskenpflicht ausweiten

Anders als in Unna liegen hier bisher nur Entwürfe vor, die der Kreis Recklinghausen den übergeordneten Behörden als mögliche Maßnahme vorgeschlagen hat. Das betreffen vor allem die Ausweitung der Maskenpflicht. Laut Homepage der Stadt Recklinghausen sollen Schüler und Lehrer an weiterführenden Schulen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Das Gleiche gilt für Zuschauer von Sportveranstaltungen, auch im Außenbereich, und Erzieher in Kindertagesstätten oder offenen Ganztagsschulen. Der Kreis Recklinghausen schlägt auch eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen vor und außerdem überall dort, wie der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Außerdem sollen sich im öffentlichen Raum nur noch Gruppen von maximal fünf Personen treffen.

Allerdings stehen diese Entwürfe noch nicht fest. „Sobald die Rückmeldung der übergeordneten Behörden vorliegt, werden die Maßnahmen per Allgemeinverfügung rechtskräftig angeordnet“, heißt es von der Stadt (mehr aktuelle Nachrichten aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de).

Risikogebiet Recklinghausen und Unna: Das müssen Urlauber beachten

Einwohner aus den Risikogebieten Unna und Recklinghausen, die Urlaub machen wollen, müssen sich außerdem auf einige Beschränkungen und Maßnahmen einstellen. Der Kreis Recklinghausen empfiehlt hierzu, sich vor einer Reise über die vor Ort geltenden Regeln zu informieren.

Wenn innerhalb von Deutschland verreist werden soll, muss in den meisten Bundesländern ein aktueller, negativer Corona-Test vorgelegt werden. In Bayern oder Niedersachsen dürfte es aber auch damit schwierig werden, denn dort gilt für Reisende aus einem Risikogebiet sogar ein Beherbergugungsverbot.

Doch auch andersherum ist es kompliziert: Wer im Kreis Unna übernachten möchte und sich vorher in einem anderen Bundesland aufgehalten hat, muss ebenfalls einen negatives Ergebnis vorweisen, welches maximal 48 Stunden alt ist.

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