Tierschützer warnen

Corona: Schwere Vorwürfe gegen Zoo Duisburg – mehrere Affen auf mysteriöse Weise gestorben

Zoo-Schild zeigt zum Affengehege
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Der Zoo Duisburg beklagt den Verlust mehrerer Schwarzschwanz-Seidenaffen. Eine Tierschutz-Organisation behauptet, die Affen könnten an Corona erkrankt sein (Symbolbild).

Der mysteriöse Tod einer ganzen Affen-Familie trifft den Zoo Duisburg schwer. Jetzt wird er auch noch mit einer drastischen Anschuldigung konfrontiert.

Duisburg – Es ist eine traurige Nachricht, die der Zoo Duisburg am Freitag (11. März) auf Facebook verkündete: Die Schwarzschwanz-Seidenaffen sind gestorben. Die Todesursache sei noch unklar. Doch eine Tierschutz-Initiative erhebt jetzt einen schweren Vorwurf, nach dem die Affen an Corona gestorben sein sollen.

TierparkZoo Duisburg
BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Eröffnet1934
AdresseMülheimer Str. 273, 47058 Duisburg

Corona-Vorwurf gegen den Zoo Duisburg: Affen-Familie gestorben – Ursache noch unklar

„Wir haben unsere Gruppe Seidenaffen verloren. Der Verlust wiegt schwer – nicht nur für uns als Zoo, sondern insbesondere für die betreuenden Tierpfleger und auch für die Art selbst“, schreibt der Zoo Duisburg, der wie andere Tierparks in NRW seit vergangenen Mittwoch (8. März) wieder geöffnet hat, auf Facebook. Schwarzschwanz-Seidenaffen würden innerhalb Europas nur sehr selten gehalten werden.

Schwer wiegt auch der Vorwurf, der jetzt gegen den Zoo erhoben wird. Die Tierschutzorganisation Great Ape Project, die sich für Grundrechte für Menschenaffen einsetzt, behauptet in einer Pressemitteilung, die Affen „könnten womöglich an einer Corona-Infektion gestorben sein“. Diese könnte gegebenenfalls durch das Zoopersonal übertragen worden sein.

Affen im Zoo Duisburg gestorben: Tierschutz-Organisation mit Corona-Vorwürfen gegen den Tierpark

Gemäß der Tierschützer handele es sich bei den verendeten Schwarzschwanz-Seidenaffen um eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Jungtieren. Das Great Ape Project fordert den Zoo in NRW jetzt auf, die Todesursache „umgehend aufzuklären und öffentlich zu machen“.

Die Tierschutzorganisation warnt: „Sollte die Todesursache der Tiere tatsächlich in einer Infektionserkrankung liegen – egal ob Corona oder eine andere (zoonotische) Erkrankung – wären grundsätzlich auch Besucher gefährdet.“

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Laut dem Zoo Duisburg sei die Todesursache der Affen noch unklar. Er hätte die Tiere ohne vorherige Symptome verloren. Zu den konkreten Corona-Vorwürfen hat sich der Zoo Duisburg auf RUHR24-Nachfrage noch nicht geäußert, da den Tierpark derzeit viele Anfragen erreichen würden.

Auf Facebook schrieb der Zoo aber, wie er nach dem Tod der Affen weiter vorgehen wolle: „Wir hoffen hier auf Klärung seitens der Pathologie.“

Zoo Duisburg klagt über den Tod mehrerer Affen: „Fester Platz im Herzen“

Auch ein anderer Zoo in NRW musste den tragischen Verlust mehrerer Affen verkraften: Im Neujahr 2020 kam es zu einem Brand im Affenhaus im Zoo Krefeld – der Vorfall beschäftigt die Beteiligten noch immer. Damals sind 50 Tiere, darunter acht Menschenaffen gestorben.

Im Zoo Duisburg tummeln sich in der Tropenhalle Rio Negro, in der die Schwarzschwanz-Seidenaffen lebten, vorerst nur noch die Goldenen Löwenäffchen, die Sumpfspringaffen, Faultiere und die kleinen Ameisenbären. Der Tierpark schreibt: „In unseren Herzen werden die kleinen Seidenaffen, mit ihrem Witz und Charme, einen festen Platz behalten.“