Weltweite Aufmerksamkeit

Corona-Sensation: Forscher aus dem Ruhrgebiet erlangen weltweite Bekanntheit

Uni Duisburg Essen Corona
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Seit Monaten beschäftigen sich Forscher der Universität Duisburg-Essen mit der Corona-Pandemie.

Forschern der Uni Duisburg-Essen ist ein großer Erfolg gelungen. Sie haben eine der wichtigsten Corona-Studien weltweit veröffentlicht.

Duisburg/Essen – Viele Virologen und andere Wissenschaftler beschäftigen sich seit Monaten mit dem Coronavirus. Forscher der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben zu der Corona-Pandemie bahnbrechende Erkenntnisse veröffentlicht.

UniversitätUniversität Duisburg-Essen (UDE)
Gegründet1. Januar 2003
FakultätInstitut für Virologie der Medizinischen Fakultät an der UDE

Wichtige Corona-Studie kommt aus dem Ruhrgebiet: Uni Duisburg-Essen feiert Erfolg

Januar 2021 - seit einem Jahr beherrscht Corona die Welt. Und seit vielen Monaten stellt die Erforschung von Covid-19 sowie die damit verbundene Entwicklung eines Impfstoffes die Arbeit vieler Forscher und Wissenschaftler dar. So auch in Deutschland. Im Ruhrgebiet ist eine wichtige Studie zu Corona entstanden.

Wie die Universität Duisburg-Essen mitteilt, sei es der Medizinischen Fakultät in Kooperation mit den wissenschaftlichen Partnern in Wuhan (China) gelungen, „eine der weltweit wichtigsten Veröffentlichungen zu Covid-19“ zu verfassen.

Corona-Pandemie in Deutschland: Forscher der Uni Duisburg-Essen veröffentlichen Studie

In Wuhan war das Coronavirus im Dezember 2019 zum ersten Mal nachgewiesen worden. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste man nichts über Corona – der Erreger verbreitete sich jedoch rasend schnell auf der ganzen Welt (aktuelle Corona-News aus NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Im Frühjahr 2020 erreichte die Corona-Pandemie schließlich auch Deutschland. Bereits im April veröffentlichten die Forscher der Universität aus dem Ruhrgebiet zusammen mit ihren Kollegen aus Wuhan dann eine Studie, die „Veränderungen des Immunsystems Betroffener“ beschreibt.

Wichtige Corona-Studie aus dem Ruhrgebiet beschäftigt sich mit dem Immunsystem

Acht Monate später zeigt sich die Relevanz der Corona-Studie: Laut der Uni Duisburg-Essen ist sie „eine der meistzitierten Veröffentlichungen zu dem Thema weltweit.“ Inhaltlich geht die Publikation auf den Verlauf einer Corona-Erkrankung ein und beschreibt „erstmals wichtige Veränderungen des Immunsystems bei Covid-19-Patienten aus Wuhan.“

So würden viele Erkrankungen mild verlaufen, zehn Prozent der Erkrankten würden jedoch eine schwere Lungenentzündung entwickeln und deshalb eine intensivmedizinische Versorgung benötigen. „Um frühzeitig die richtigen therapeutischen Schritte einleiten zu können, ist es wichtig, potenziell gefährdete Patienten zu identifizieren“ heißt es vonseiten der Forscher weiter.

Prof. Dr. Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.

Uni Duisburg-Essen: Corona-Studie wurde weltweit hundertfach zitiert

Während der Arbeit an ihrer Studie haben die Wissenschaftler des virologischen Instituts an der UDE gemeinsam mit den chinesischen Kollegen am Wuhan Union Hospital festgestellt, dass die Population der sogenannten „T-Zelle“ (Blutzellen, die der Immunabwehr dienen) ein wichtiger Indikator für diese Einschätzung ist.

Wie wegweisend die Studie war, zeige sich daran, dass sie innerhalb von nur acht Monaten bereits 280 Mal zitiert wurde. Damit führt die Datenbank Web of Science die Publikation als eine der am meisten zitierten Arbeiten der Corona-Forschung weltweit.

Corona-Studie aus dem Ruhrgebiet: Fachzeitschrift wählt Veröffentlichung in die „Top Ten“

Erschienen ist die Studie aus dem Ruhrgebiet im Lancet Online-Journal EBioMedicine. Die Fachzeitschrift hat die Veröffentlichung zum Coronavirus als eine ihrer zehn Wichtigsten im Jahr 2020 ausgewählt.

Video: Corona: So kann man einen schweren Verlauf womöglich verhindern

Ganz zur Freude der Universitätsforscher. „Hier zeigt sich, wie sehr der wissenschaftliche Standort Essen in der Corona-Pandemie von der engen Kooperation mit der Partneruniversität HUST in Wuhan profitiert und sich darüber in das Forschungsfeld einbringen konnte“, so Prof. Dr. Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie in Essen.

Zusammen mit der HUST Universität in Wuhan betreibt die Uni Duisburg-Essen seit 2017 ein Internationales Labor für Infektion und Immunität („Wuhan-Essen Joint International Laboratory of Infection and Immunity“).

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