Keine einheitlichen Regelungen

Corona im Ruhrgebiet: Welche Regeln jetzt bei Besuchen im Krankenhaus gelten

Collage von Klinikum Dortmund und Kliniken in Essen und Bochum
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Corona-Alarm im Ruhrgebiet: Welche Regeln bei Besuchen im Krankenhaus jetzt gelten

Wer derzeit einen Angehörigen im Krankenhaus besuchen möchte, sollte sich vorher über die aktuell geltenden Corona-Regeln informieren. Im Ruhrgebiet herrscht darüber keine Einigkeit.

Dortmund - Die Corona-Situation hat sich in NRW und dem Ruhrgebiet wieder zugespitzt. Die Folge: Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wurden erneut verschärft. Neue Regeln gelten auch für Besucher in den Krankenhäusern im Ruhrgebiet - doch die sind nicht einheitlich. Einige Kliniken haben wieder ein Besuchsverbot verhängt.

ErregerSARS-CoV-2 (Coronavirus)
InfektionskrankheitCOVID-19
Häufige SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit

Mehrere Risikogebiete im Ruhrgebiet: Neue Corona-Regeln sind die Folge

In vielen Städten im Ruhrgebiet schießen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen aktuell fast täglich in die Höhe. Gleich mehrere Städte und Kreise in NRW und dem Ruhrgebiet haben den kritischen Inzidenzwert von 50 zum Teil weit überschritten - sie gelten als Risikogebiete. (Mehr News zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Dazu gehören derzeit (Stand 19. Oktober) unter anderem Dortmund (68,2), Bochum (66,2), Duisburg (93,6), Herne (111,2) und der Kreis Recklinghausen (85,8). Aus den steigenden Corona-Zahlen haben sich jedoch nicht nur Einschränkungen bei privaten Feiern und auf Einkaufsstraßen ergeben. Wer jetzt einen Verwandten im Krankenhaus besuchen möchte, muss sich auf neue Auflagen gefasst machen.

Corona-Alarm im Ruhrgebiet: Besucherstopp in Herne, Bochum und Gelsenkirchen

Dabei herrscht in den Kliniken derzeit jedoch ein ganz schönes Durcheinander was die Corona-Bestimmungen angeht. Die schlechte Nachricht: In einigen Krankenhäusern gibt es nun wieder - wie schon im Frühjahr - einen Besucherstopp.

Dieser gilt zum Beispiel in allen Krankenhäusern in Herne und Gelsenkirchen. Auch die Bochumer Augusta-Kliniken und die St. Elisabeth Gruppe haben laut einem Bericht des WDR wieder ein Besuchsverbot verhängt. „Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern“ heißt es in einer Stellungnahme der Gruppe. 

Corona-Alarm im Ruhrgebiet: Besuchsverbot in Dortmund gilt weiter

Betroffen sind das St. Anna Hospital und das Marien Hospital in Herne, das Universitätsklinikum der Ruhr-Universität-Bochum (RUB), das Marien Hospital in Witten, das Rheumazentrum Ruhrgebiet und das St. Marien Hospital in Eickel. Auch im Bergmannsheil in Bochum sind seit Donnerstag (15. Oktober) keine Besuche mehr erlaubt.

Im Klinikum Dortmund gilt weiterhin ein Besuchsverbot.

Auch in den Dortmunder Krankenhäusern sind Besuche aufgrund der Corona-Lage grundsätzlich untersagt. Ausnahmen in begründeten Einzelfällen seien möglich, aber nur nach ärztlicher bzw. pflegerischer Vereinbarung per Telefon, heißt es vonseiten des Dortmunder Klinikums.

Trotz hoher Corona-Zahlen im Ruhrgebiet: Uniklinik Essen erlaubt Besuche

Im Kreis Unna hält man ebenfalls an der strengen Besuchsregelung fest. „Angesichts der aktuellen Entwicklung der Coronavirus-Situation haben die Krankenhäuser im Kreis Unna beschlossen, die geltende Besuchsregelung bis zum Jahresende zu verlängern“, teilte das Evangelische Krankenhaus Unna bereits Ende August mit.

Video: NRW: Armin Laschet verkündet strenge Corona-Regeln

Anders werden die Corona-Regeln in Essen gehandhabt. Die Uniklinik in Essen hat die Beschränkungen der vergangenen Monate zunächst nicht angepasst. Besuche sind dort generell möglich, aber auch erst ab dem siebten Tag des Aufenthalts eines Patienten. Unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben ist es außerdem nur einem Besucher pro Patient gestattet, diesen zu besuchen. Ausnahmen von diesem Besuchsverbot seien wie bisher auch hier unter gegebenen Umständen möglich.

Corona-Alarm im Ruhrgebiet: Kreis Recklinghausen mit verschärften Regeln

Einheitlich geht es in den Kliniken im Kreis Recklinghausen zu. Dort gelten die Corona-Auflagen für alle Krankenhäuser und wurden in der vergangenen Woche noch einmal verschärft. Patienten, die länger als fünf Tage in den Krankenhäusern liegen, dürfen nun für eine halbe Stunde Besuch von einer Person erhalten.