Folgen des Lockdowns

Weiteres Opfer der Corona-Krise: Unternehmen aus dem Ruhrgebiet ist pleite

Die Liste der Insolvenzen im Ruhrgebiet wächst weiter. Jetzt hat es ein bekanntes Unternehmen aus Recklinghausen erwischt. Doch es gibt Hoffnung.

Recklinghausen - Der Corona-Lockdown rafft immer mehr Unternehmen im Ruhrgebiet dahin. Jetzt ist ein traditionelles Unternehmen aus Recklinghausen von einer Insolvenz betroffen: Askania. Der Fachmarkt verkauft vor allem Schreibwaren. RUHR24* verrät, wie es jetzt weitergeht.

Name des UnternehmensAskania GmbH
SitzRecklinghausen (NRW)
GeschäftsführerinBirgit Böger

Askania: Unternehmen aus dem Ruhrgebiet ist wegen Corona insolvent

Das Unternehmen habe laut einem Bericht von 24Vest* bereits am 3. Februar einen Insolvenzantrag gestellt. Demnach seien 140 Mitarbeiter von einer möglichen Schließung der Filialen betroffen.

Doch so weit ist es noch längst nicht. Laut der Insolvenzverwalterin sollen die Askania-Filialen öffnen, sobald die Schließung aufgrund von Corona zurückgenommen wird. Unterdessen werde nach Käufern für das 1916 gegründete Traditionsunternehmen aus Recklinghausen gesucht.

Askania aus Recklinghausen: „Vor Corona-Krise ein gesundes Unternehmen“

Birgit Böger, Geschäftsführerin von Askania, sagte gegenüber 24Vest: „Wir waren ja eine gesunde Firma – bis die Corona-Krise kam.“ Die Chancen auf eine Übernahme durch einen Investor scheinen also nicht schlecht zu stehen.

Sollte es zum Äußersten kommen, also zur endgültigen Pleite von Askania, müssten 15 Filialen im Ruhrgebiet schließen. In ganz NRW und Thüringen gibt es insgesamt 24 Märkte.

Ruhrgebiet: Mehrere Unternehmen müssen wegen Corona Insolvenz anmelden

Askania ist bei weitem nicht der einzige Betrieb im Ruhrgebiet, den der Corona-Lockdown zu schaffen macht. Zuletzt hatte die Süßwaren-Kette „Hussel“ mit Sitz in Hagen Insolvenz angemeldet*.

Im Bereich der Mode gibt es in NRW ebenfalls Corona-Verluste zu beklagen. Takko mit Sitz im münsterländischen Telgte ist in die Insolvenz gegangen* und bangt um seine Zukunft und die von 14.000 Arbeitsplätzen in ganz Deutschland.

Hoffnung auf Öffnungen in NRW: Neues Corona-Konzept für mehr Normalität

Während die ersten Geschäfte in NRW wegen des Lockdowns drohen, auf ewig dichtzumachen, gibt es Hoffnung für jene, die wieder öffnen wollen. So gibt es den Plan, mit dem Konzept „Click and Meet“ wieder die Öffnung von Geschäften zu ermöglichen*.

Kunden könnten dann online einen Termin vereinbaren und zu diesem dann den Laden betreten und dort einkaufen. Ob das Konzept umgesetzt wird, könnte beim kommenden Corona-Gipfel am 3. März entschieden werden. *RUHR24 und 24Vest sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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