Lob, aber auch harsche Kritik

Ruhrgebiet: Ärger um Corona-Impfungen in Brennpunkt-Vierteln

Auch im Ruhrgebiet finden Corona-Impfungen in Brennpunkt-Vierteln statt. In Herne gibt es jetzt Kritik an der Impfaktion.

Herne – Eigentlich zieht die Stadt Herne eine positive Bilanz der Corona-Impfungen* in Brennpunkt-Vierteln am Pfingstwochenende. 1.004 Impfungen seien verabreicht worden. Doch es gibt auch harsche Kritik, wie RUHR24* berichtet.

StadtHerne
OberbürgermeisterDr. Frank Dudda (SPD)
Corona-Inzidenz60,1 (Stand: 26. Mai)

Corona-Impfungen in Brennpunkt-Vierteln: Aktion der Stadt Herne steht in der Kritik

Im Vorfeld hatte die Stadt Herne die Anwohner der Brennpunkt-Viertel – Feldherrenviertel im Stadtteil Horsthausen und in der Hochhaussiedlung Emscherstraße in Wanne – mit Info-Flyern und Lautsprecherdurchsagen am jeweiligen Tag informiert.

Doch nicht nur die Anwohner der jeweiligen Viertel konnten eine Corona-Impfung bekommen. Auch jeder andere Einwohner aus Herne hätte daran teilnehmen können. In den diversen Facebook-Gruppen wurde im Vorfeld für die Impf-Aktion geworben (alle News zu Corona in NRW* bei RUHR24).

Kritik kam, wie die WAZ berichtet, von Dorothea Schulte (Die Grünen). Das Problem aus ihrer Sicht: Es sei nicht sicher, dass die Corona-Impfungen auch wirklich den Menschen in den Vierteln zugute kam. Die Antwort der Stadt: Eine genaue Nachverfolgung sei aus Gründen der Praktikabilität nicht vorgesehen worden.

Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) kündigt weitere Corona-Impfaktionen an.

In Bottrop, so die Grünen-Politikerin, seien die Corona-Impfungen in ärmeren Stadtvierteln am Pfingstwochenende besser gelaufen. Dort sei man wahrlich von Tür zu Tür gegangen, habe die Menschen in den Vierteln angesprochen und überzeugt. Um die 250 Menschen aus den jeweils angedachten Vierteln seien am Pfingstwochenende gegen Corona geimpft worden. Neben Impfzentren, mobilen Impf-Aktionen und Hausärzten gibt es in NRW noch weitere Möglichkeiten, sich gegen Corona impfen* zu lassen.

Corona-Impfungen in Herne: Oberbürgermeister Frank Dudda kündigt weitere Aktionen an

Einige kritische Stimmen gab es auch unter dem Facebook-Beitrag zur Corona-Impfaktion von Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda. Einige hätten sich im Vorfeld mehr Informationen gewünscht. Andere kritisierten generell, dass es schwierig sei, einen Impftermin zu bekommen. Währenddessen hat etwa die Stadt Dortmund jetzt fünf weitere Gruppen für die Impfungen* zugelassen.

Dennoch durften sich der die Organisatoren auch über zahlreiche positive Kommentare freuen. Oberbürgermeister Frank Dudda (SPD) will nun ähnliche Impfaktionen starten. Vom Land NRW hat die Stadt Herne nun ein weiteres Kontingent an Impfdosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson bekommen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa / Daniele Giustolisi/RUHR24 / Collage: RUHR24

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