Einzelhandel in der Krise

Innenstädten im Ruhrgebiet droht Corona-Kollaps: Dringender Appell zu Weihnachten

Die Fußgängerzone Westenhellweg in Dortmund.
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Die Fußgängerzone Westenhellweg in Dortmund.

Das Weihnachtsgeschäft gehört zu den Haupteinnahmequellen des Einzelhandels und leidet in diesem Jahr besonders wegen der anhaltenden Corona-Krise. Nun gibt es einen dringenden Appell.

Ruhrgebiet - Spaß macht es aktuell nicht durch die Innenstädte im Ruhrgebiet zu bummeln. Sowohl Masken- als auch Abstandspflicht und die Angst, sich doch irgendwo mit dem Coronavirus anzustecken, lähmen das Shoppingerlebnis in Dortmund, Bochum und in anderen Städten.

RegionRuhrgebiet
Einwohner5.112.050
Größte StadtDortmund (603.609 Einwohner)

Corona-Krise im Ruhrgebiet: Einzelhandel leidet und Innenstädte könnten sich verändern

Neben der Gastronomie- und Schaustellerbranche wirkt sich die Coronavirus-Krise massiv auf den Einzelhandel aus. „Einzelhändler machen traditionell zur Weihnachtszeit den höchsten Umsatz“, sagt Eric Weik, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet in einer Pressemitteilung. Aktuell würden existenzsichernde Umsätze einfach wegfallen.

„Dagegen müssen wir gemeinsam etwas tun“, sagt Eric Weik von der IHK Mittleres Ruhrgebiet (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de). Doch wie soll das Ganze funktionieren?

Corona-Krise im Ruhrgebiet: Menschen meiden Innenstädte - Einzelhandel in Gefahr

Immerhin bestellen immer mehr Menschen ihre gewünschten Produkte im Internet. Ein paar Klicks und die Bestellung wird im Handumdrehen an die Haustür geliefert. Online-Shopping ist bequemer und vor allen Dingen mit einem gewissen Sicherheitsgefühl verbunden. Denn lediglich zum Vertreter eines Lieferdienstes besteht für wenige Sekunden Kontakt.

Doch was viele vielleicht nicht wissen: Auch lokale Händler bieten die Möglichkeit, online zu shoppen. Es gibt verschiedene Plattformen für den lokalen Handel. „Wer also Kontakte minimieren möchte und deshalb Innenstädte und Stadtteilzentren meidet, kann sich trotzdem als Unterstützer des stationären, lokalen Einzelhandels beweisen“, so Eric Weik in einer Pressemitteilung der IHK Mittleres Ruhrgebiet.

Corona-Krise im Ruhrgebiet: Online-Plattformen für lokale Einzelhändler sollen Teil der Lösung sein

Video: Robert-Koch-Institut mit dem Update am Montag (7. Dezember)

Für Städte wie Bochum, Herne oder auch den Ennepe-Ruhr-Kreis, für den die IHK Mittleres Ruhrgebiet zuständig ist, gibt es gleich mehrere Plattformen wie ennepe-ruhr-liefert.de, atalanda.com für die Stadt Bochum oder die App localstar.digital aus Herne (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Auf der atalanda-Seite von Bochum sind insgesamt 24 Shops aus Bochum zu finden. Hinzu kommen aktuell sogar die Stände vom nicht stattfindenden Weihnachtsmarkt.

Corona-Krise im Ruhrgebiet: Wie Bochum, Dortmund und andere Städte den Einzelhandel schützen wollen

„Wer seine Innenstadt und den Einzelhandel stützen will, der kauft gerade in diesen Zeiten vor der eigenen Haustür ein“, so der Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet in seinem Appell. Auch, wenn dies auf digitalem Weg geschieht.

Dass die Kunden aktuell häufiger Online shoppen, könnte auch mit den teilweise verwirrenden Coronavirus-Regeln zu tun haben. In den Shopping-Centern der Städte Dortmund (Thier-Galerie) und Bochum (Ruhr-Park) haben während der Pandemie mehrere Corona-Regeln für Irritationen bei den Kunden gesorgt.

Innenstädten wie in Bochum droht der Corona-Kollaps. Einen Wichtigen Appell gibt es aus dem Ruhrgebiet.

Auch in Dortmund ist die Plattform atalanda.de aktiv geschaltet. Jedoch sind bei Weitem nicht so viele Händler angemeldet wie in Bochum. Nur fünf Geschäfte bieten ihre Waren via atalanda.com an.

Corona-Krise im Ruhrgebiet: Ladenkumpel in Dortmund - zahlreiche Geschäfte registriert

Doch das vermeintliche Desinteresse an atalanda.com in Dortmund könnte einen Grund haben: die Plattform Ladenkumpel. Doch das Prinzip ist identisch. Lokale Läden können sich auf der Website registrieren und ihren Kunden das Sortiment, welches sie sonst in der Innenstadt anbieten würden, online verkaufen.

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