Stadt hat ambitionierte Ziele

50.000 Impfungen pro Monat geplant: Erste Details zum Impfzentrum im Ruhrcongress Bochum

Im Ruhrcongress Bochum entsteht das Corona-Impfzentrum der Stadt. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch gab nun Details bekannt.
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Im Ruhrcongress Bochum entsteht das Corona-Impfzentrum der Stadt. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch gab nun Details bekannt.

Die Stadt Bochum hat Details zu ihrem Impfzentrum bekannt gegeben. Was dort entsteht, soll Rekorde brechen.

Bochum - Bochum bereitet sich auf die größte Impf-Aktion seiner Geschichte vor. Dass Oberbürgermeister Thomas Eiskirch das Wort „Rekord“ in den Mund nimmt, ist in diesem Fall tatsächlich keine Übertreibung.

Ort des Impfzentrums BochumRuhrcongress
AdresseStadionring 20, 44791 Bochum
Corona-Impfungen pro MonatGeplant: 50.000

Bochum/Corona: Stadt nennt Details zum Impfzentrum im Ruhrcongress

Als eine der ersten großen Städte im Ruhrgebiet hat Bochum relativ früh den Standort für sein Corona-Impfzentrum bekannt gegeben. Es ist der Ruhrcongress im Schatten des Ruhrstadions und der Starlight-Express-Halle.

Das große Areal ist derzeit mehr oder weniger verwaist. Konzerte und Kongresse finden dort aufgrund der Corona-Auflagen nicht statt. Die Voraussetzungen für ein Impfzentrum sind da. Die Stadt Bochum zögerte also nicht lange und machte die Verträge fix.

Corona-Impfzentrum im Ruhrcongress: Bochum sieht „Symbol der Hoffnung“

Nun geht es an die Detailsplanung für die riesige Impf-Aktion im Ruhrcongress. „Es entsteht in Rekordtempo und mit Rekordarbeit“, so Thomas Eiskirch in einer Stellungnahme. Darin bezeichnet der das Impfzentrum als „Symbol der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie und die Rückkehr in einen möglichst normalen Alltag.“

Bis zum 15. Dezember 2020 soll das Corona-Impfzentrum von Bochum fertig sein, kündigt der Krisenstab am Dienstag (1. Dezember) an. Während die Stadt die Voraussetzungen vor Ort schafft, warten die Beteiligten auf das Impfmaterial - wie Spritzen und Kanülen - vom Land NRW. Der Impfstoff selbst wird durch den Bund organisiert.

Corona-Helfer in Bochum sollen riesige Impf-Aktion im Ruhrcongress begleiten

In Bochum selbst bereiten sich Heerscharen von Helfern auf die Massen-Impfungen gegen das Coronavirus vor. Beteiligt sind unter anderem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, der Feuerwehr, des Kommunalen Krisenmanagements, der Kassenärztliche Vereinigung, der Polizei, der Bundeswehr und des THW.

Video: So funktionieren mRNA-Impfstoffe

Sie alle werden in und rund um das Impfzentrum im Bochumer Ruhrcongress eingesetzt. Das Gebäude an der A40 wurde von der Stadt als einziges geeignetes auserkoren.

Durch die Infrastruktur am benachbarten Ruhrstadion ist es gut erreichbar - mit Bus, Bahn und dem Auto. Der Zugang ist barrierefrei, auch wenn immobile Patienten durch mobile Teams in ihren Heimen aufgesucht und dort geimpft werden.

Bochumer Ruhrcongress bietet als Corona-Impfzentrum gute Voraussetzungen

Ansonsten profitiert die Stadt Bochum von der guten vorhandenen Logistik-Infrastuktur:

  • Stellplätze für Kühl-LKW,
  • technische Ausstattung (Klima/Belüftung),
  • gute Sicherung des Gebäudes

Unterstützung bekommt die Stadt Bochum von der Kassenärztliche Vereinigung. Sie soll Ärzte für die Corona-Impfungen sowie die Hard- und Software für die Erfassung der Patientendaten und das Terminmanagement bereitstellen.

Bochum will im Impfzentrum 50.000 Menschen im Monat gegen Corona impfen

Die Stadt plant derzeit mit 50 bis 80 Ärzten, die die Corona-Impfungen vornehmen werden. „Dazu kommen zahlreiche berufsbegleitende Personen. Aber wir haben bereits viele Menschen, die sich freiwillig gemeldet haben und mithelfen wollen“, Dr. Eckard Kampe von der Kassenärztlichen Vereinigung.

Der Ablauf einer Impfung gliedert sich in fünf Phasen:

  • Anmeldung (Zutrittskontrolle, Check-In),
  • Aufklärung (Aufklärungsbogen, Beratung, Dokumentation),
  • Impfung (Verbreichung, Dokumentation),
  • Beobachtung (ausruhen),
  • Abmeldung (Dokumentation, Check-out)

Die Ziele der Stadt Bochum sind ehrgeizig. An acht sogenannten „Impfstraßen“ sollen bis zu 50.000 Impfungen pro Monat möglich sein. Das wären pro Tag in einem Monat mit 31 Tagen rund 1612 Impfungen. Bei zwölf Arbeitsstunden am Tag müssten damit pro Stunde 134 Menschen geimpft werden.

Die Stadt plant zu Betriebsbeginn aber nicht mit der Nutzung der vollen Auslastung. Zunächst sollen nur ein bis zwei Impfstraßen genutzt werden. Mit zunehmender Impfstoffverfügbarkeit werde der Betrieb dann sukzessive hochgefahren (Hier mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de lesen).

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