Shopping wieder möglich

Ruhr Park Bochum: Kunden ticken wegen Click & Meet aus - „Macht keinen Spaß!“

Viele Geschäfte im Ruhr Park in Bochum haben seit dem 8. März wieder geöffnet. Das Corona-Konzept „Click and Meet“ ist gestartet. Doch es gibt massive Kritik.

Bochum - Der Ruhr Park erwacht so langsam aber sicher wieder zum Leben. Seit dem 8. März machen viele Geschäfte vom Konzept „Click and Meet“ Gebrauch und haben damit den Corona-Lockdown beendet. Wir verraten, was man jetzt beachten muss - und warum erste Kunden schon die Nerven verloren haben.

NameRuhr Park Bochum
ArtEinkaufszentrum
AdresseAm Einkaufszentrum 1, 44791 Bochum

Corona im Ruhr Park Bochum: „Click and Meet“ geht in vielen Geschäften an den Start

Einkaufen war im Ruhr Park auch vor den jüngsten Lockerungen möglich. Sogar ohne Termin, aber unter den geltenden Hygienemaßnahmen. So hatten etwa Drogerien wie „dm“ oder Supermärkte wie Kaufland oder Lidl geöffnet. Diese Läden dienen der Grundversorgung.

Nun dürfen auch alle weiteren Geschäfte im Ruhr Park öffnen. „Click and Meet“ - also das Shoppen nach Terminvereinbarung - macht es möglich. Auch die Gastro-Meile in der „Via Bartolo“ ist wieder geöffnet.

Und so ist ab sofort Shopping in Geschäften wie diesen möglich:

  • C&A,
  • Desigual,
  • Galeria Karstadt Kaufhof,
  • G-Star,
  • Hunkemöller,
  • Jack & Jones,
  • und viele andere.

Der Ruhr Park informiert zum Beispiel über seine Facebook-Seite durchgehend über weitere Öffnungen. Denn (noch) nicht alle Geschäfte im Einkaufszentrum machen bei „Click and Meet“ mit. Hier ist die Liste der geöffneten Geschäfte (wird laufend aktualisiert):

Indes stößt „Click and Meet“ im Ruhr Park schon direkt zu Beginn auf massive Kritik. Erste Kunden haben bereits bei der ersten Shopping-Tour im Einkaufszentrum die Nerven verloren, wie Reaktionen im Netz zeigen.

„Click and Meet“ im Ruhr Park Bochum: Kunden kritisieren Corona-Konzept

So kritisieren einige Kommentatoren die kurzen Besuchszeiten von nur 15 Minuten in manchen Geschäften. Andere Geschäfte lassen ihre Kunden dagegen bis zu einer Stunde shoppen.

Andere merken an, sie hätten in einem Geschäft nichts anprobieren dürfen. Der Ruhr Park gibt an, er wisse nichts von einem Anprobier-Verbot. Es sei grundsätzlich erlaubt.

Und dann ist da noch das Problem mit der Organisation. Wer im Ruhr Park bummeln will, muss vorab jedes Geschäft separat um einen Termin bitten (hier weitere Corona-News aus NRW auf RUHR24.de lesen).

Erste Kunden fordern deshalb bereits die Einrichtung einer zentralen Seite, auf der man Sammeltermine für mehrere Geschäfte im Ruhr Park buchen kann. „Wenn ich in den Ruhr Park fahre, möchte ich ja meist nicht nur in ein Geschäft. Wird aber wahrscheinlich schwer mehrere Geschäfte mit genau passenden Zeiten zu finden“, schreibt ein Kommentator.

Corona im Ruhr Park Bochum: „Click and Meet“ sorgt für Kritik

Kritik gibt es auch für bürokratische Maßnahmen. Eine Userin beschwert sich darüber, dass Geschäfte am Eingang auf Zetteln Daten zur Kontaktnachverfolgung sammeln würden. „Das geht auch von den 15 Minuten Shopping-Zeit weg. Sorry, dann bleibe ich beim Online-Shopping. Sowas macht gar keinen Spaß. Ich bin nass geschwitzt von dieser Hektik in den Geschäften.“ Zumindest für das Datensammeln gibt es schon längst Lösungen in Form von Corona-Apps - sogar aus Bochum.

Im Ruhr Park in Bochum kann man mit „Click and Meet“ wieder in den Geschäften shoppen.

Doch es gibt nicht nur Kritik am Corona-Konzept. Einige User merken an, dass „Click and Meet“ auch dazu diene, seine Lieblingsgeschäfte zu unterstützen. Andere verweisen darauf, dass man online oder per Telefonat prüfen könne, ob ein Geschäft einen bestimmten Artikel vorrätig habe.

Handelsverband Deutschland hält „Click and Meet“ für nicht wirtschaftlich

Eine Userin fasst zusammen: „Alle können nur meckern. Unterstützt doch mal den Einzelhandel, als alles nur online zu shoppen. Oftmals kann man auch einen Termin vor Ort machen. Es ist halt so und wir können es nicht ändern. Aber nur jammern bringt doch auch nichts!“

Unterdessen gibt es sogar Kritik vom Handelsverband Deutschland an „Click and Meet“. Laut dem Lobbyverband schätzen 13 Prozent aller teilnehmenden Geschäfte das Konzept mit Blick auf Personal- und Gebäudekosten als reines Verlustgeschäft ein. Der Verband fordert deshalb mehr Hilfsgelder für Geschäfte und eine weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen.

Rubriklistenbild: © Ruhr Park Bochum

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