Horror-Tat im Ruhrgebiet

Messer-Attacke auf den Vater: 30-Jähriger greift im Blutrausch Familie an

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Vor dem Landgericht Dortmund kommt es nach einem Familien-Drama in Castrop-Rauxel zu einem Prozess.

Horror-Attacke in Castrop-Rauxel! Ein Mann (30) soll dort mit einem Messer erst auf seinen Vater und dann auf Mutter und Bruder losgegangen sein.

  • In Castrop-Rauxel ist es im Herbst 2019 zu einem Familien-Drama gekommen.
  • Ein Mann muss sich nun wegen versuchten Totschlags vor dem Landgericht Dortmund verantworten.
  • Er soll seine gesamte Familie attackiert haben, unter anderem mit einem Messer.

Castrop-Rauxel - Für die Familie des 30-jährigen Marc S. aus Castrop-Rauxel müssen es Minuten des blanken Horrors gewesen sein, die sich am 10. Oktober 2019 in ihrem Wohnhaus in der Ruhrgebietsstadt ereignet haben sollen. Vater, Mutter und Bruder wurden Opfer einer blutigen Attacke, bei der auch ein Messer zum Einsatz gekommen sein soll.

Castrop-Rauxel: Mann (30) mit Messer-Attacke auf seinen Vater

Was war passiert? Marc S. soll am 10. Oktober bewaffnet mit einem Küchenmesser zur Wohnanschrift seiner Eltern in Castrop-Rauxel gefahren sein, wo es zu zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen ihm und seinem Vater gekommen sein soll. 

"Ohne rechtfertigenden Anlass", so heißt es in einer Prozessankündigung des Landgerichts Dortmund, soll S. seinem Vater mehrmals das Küchenmesser in den Oberbauch und die rechte Brust sowie in beide Arme gestochen haben. Dabei soll der 30-Jährige den Tod des Vaters billigend in Kauf genommen haben.

Am Boden liegenden Vater vor Wohnhaus in Castrop-Rauxel attackiert

In seiner Not sei der verletzte Vater geflüchtet und habe sich aus der Wohnung in die Hauseinfahrt begeben. Doch selbst als dieser am Boden lag, habe der Angeklagte nicht aufgehört, seinen Vater zu malträtieren. Mehrfach gegen Kopf und Körper soll der Beschuldigte seinen Vater getreten haben.

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Landgericht Dortmund

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"Als die Mutter in das Tatgeschehen eingreifen wollte, soll der Angeklagte ihr einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben", teilt das Landgericht Dortmund mit. In seinem Rausch machte der Angeklagte in der Folge offenbar vor niemandem mehr Halt. Auch den zu Hilfe eilenden Bruder soll der Angeklagte attackiert und ebenfalls mehrfach mit dem Messer verletzt haben.

Mann aus Castrop-Rauxel soll an paranoiden Schizophrenie leiden

Während der Tat soll der Angeklagte unter einer paranoiden Schizophrenie gelitten haben. Es droht ihm nun die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus

Der Prozess vor dem Dortmunder Landgericht Dortmund startet am 30. März. Der Angeklagte befindet sich derzeit in einer LWL-Klinik im ostwestfälischen Lippstadt. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie in zwei weiteren Fällen eine Körperverletzung.

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