Polizei greift ein

Nach Corona-Eklat am Baldeneysee in Essen: So äußert sich Breel Embolo

Sie kamen aus Düsseldorf, Köln oder Stuttgart und haben eine Corona-Party am Baldeneysee in Essen gefeiert. Bis es etwas zu laut wurde und sich Anwohner beschwerten.

Update, Dienstag (19. Januar), 9 Uhr: Essen – Breel Embolo, Bundesligaspieler von Borussia Mönchengladbach, hat sich zu dem Corona-Party-Eklat am Baldeneysee in Essen in einer Instagram-Story geäußert und entschuldigt sich.

Er sei in der Nacht auf Sonntag nach dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart (2:2) mit einem Freund nach Essen gefahren, um dort Basketball zu schauen. Es würde allerdings nicht zutreffen, dass er an der Corona-Party teilgenommen habe. Das sei eine falsche Darstellung.

Corona-Eklat in Essen: Breel Embolo sei angeblich nicht auf der Party gewesen

„Die Wohnung, in der ich war, befand sich in unmittelbarem Umfeld des Lokals, in dem diese Party stattfand. Die Polizei hat mich in der Wohnung angetroffen und meine Personalien aufgenommen“, so Breel Embolo.

Es sei dumm von ihm gewesen und er wolle sich dafür bei Mannschaftskollegen, Verein und Fans entschuldigen. Im Bundesligaspiel gegen den SV Werder Bremen am Dienstag wird Breel Embolo fehlen. Borussia Mönchengladbach hat ihn aus dem Kader geworfen.

Erstmeldung, Montag (18. Januar), 16.44 Uhr: Eigentlich ist der Gastronomiebetrieb in Essen am Baldeneysee aufgrund der aktuellen Coronavirus-Krise geschlossen. Doch Anwohner beschwerten sich in der Nacht von Samstag (16. Januar) auf Sonntag (17. Januar) über laute Musik und Stimmengewirr.

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Corona-Party in Essen am Baldeneysee: Polizei rückt zweimal aus und löst wilde Feier mit 23 Leuten auf

Die Polizei in Essen rückte gleich zweimal aus. Gegen Mitternacht nahmen die Beamten zwar einzelne Personen wahr. Doch gab es keinen Hinweis auf eine Party oder Menschenansammlungen. Doch der zweite Einsatz sollte folgen (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Gegen 2.30 Uhr erreichten die Beamten den Ort des Geschehens am Baldeneysee zum wiederholten Male. Sie erkannten eine Vielzahl von Stimmen und hörten laute Musik, die aus dem wegen Corona geschlossenen Gastronomiebetrieb kam. An den Fenstern hing roter Stoff, um eine Einsicht für Passanten zu erschweren (alle News zu Corona im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Vier Beamte der Polizei Essen gingen in den Gastronomiebetrieb. Insgesamt haben laut Polizei 23 Personen zwischen 21 und 41 Jahre eine Corona-Party gefeiert. Die aktuell geltenden Corona-Regeln, die im Zuge des Mega-Lockdowns weiter verschärft werden könnten, wie die Abstandsregel oder das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wurden nicht eingehalten.

Einer der Feiernden soll ein Fußballprofi aus der 1. Bundesliga gewesen sein. Einen entsprechenden Bericht der WAZ bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wie die BILD berichtet, handelt es sich dabei um den Ex-Schalker Breel Embolo (23), der bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag steht.

Corona-Party in Essen: Feiernde kamen aus Köln, Düsseldorf oder Stuttgart

Die Polizisten fanden leere Gläser, alkoholische Getränke, Wasserpfeifen und eine aufgebaute Musikanlage. Das Kuriose: Keiner der Feierenden kommt aus Essen. Die meisten kommen aus Köln, Düsseldorf oder Stuttgart.

Am Baldeneysee in Essen (hier ein Foto aus Vor-Corona-Zeiten) hat die Polizei eine illegale Corona-Party aufgelöst.

Unklar ist nach aktuellem Stand, ob die Besitzer des Gastronomiebetriebes Kenntnis über die Veranstaltung gehabt haben. Auch der Anlass der Corona-Party ist laut Polizei Essen noch Teil der Ermittlungen.

Corona-Partys und -Treffen im Ruhrgebiet: Polizei hatte am Wochenende viel zu tun

Am Wochenende musste die Polizei im Ruhrgebiet zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, bei denen Personen gegen die aktuelle Coronaschutzverordnung verstoßen haben.

Der kurioseste Einsatz ereignete sich in Schwerte bei Dortmund. Dort trafen sich circa 20 Menschen zu einem illegalen Friseur-Treff (inklusive Drogen), bei dem einige auch einen neuen Haarschnitt bekamen. In Gelsenkirchen löste die Polizei zudem eine private Feier und eine Hochzeit mit 60 Personen auf.

Rubriklistenbild: © Marius Becker; Marcel Kusch; dpa / Collage: RUHR24.de

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