Verdachtspunkt wird untersucht

Nächste Fliegerbombe in Bochum vermutet: Rund 1000 Bewohner betroffen

In Bochum Hofstede befindet sich eventuell eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg. (Symbolbild)
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In Bochum Hofstede befindet sich eventuell eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg. (Symbolbild)

In Bochum-Hofstede wird derzeit ein Blindgänger vermutet. Bestätigt sich der Verdacht, müssen am Dienstag (12. Juli) fast 1.000 Menschen evakuiert werden.

  • In Bochum Hofstede wird eine Fliegerbombe vermutet.
  • Am Dienstag wird der Verdachtspunkt untersucht.
  • Mindestens 940 Bewohner sind betroffen.

Bochum - Der letzte Bombenfund und die damit einhergehende Evakuierung in Bochum ist noch nicht einmal eine Woche her, da steht schon die nächste mögliche Evakuierung an. Diesmal ist der Stadtteil Hofstede betroffen.

Stadtteil

Hofstede (Bochum)

Einwohner

9889 (31. Dez. 2016)

Fläche

3,17 km²

Blindgänger in Bochum: An mehreren Stellen werden Bomben vermutet

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird am Dienstag (12. Juli) am Hofsteder Bach zwischen der Braunsberger Straße und der Stettiner Straße einen Verdachtspunkt auf eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg untersuchen. Ob sich der Verdacht einer Fliegerbombe bestätigen wird, ist derzeit noch unklar.

Erst in dieser Woche haben Spezialisten in Bochum Wattenscheid mehrere Granaten aus dem 2. Weltkrieg entdeckt und erfolgreich gesprengt. Diese und die eventuelle anstehende Evakuierung in Hofstede werden aber wohl nicht die letzten gewesen sein, da in Bochum an insgesamt 15 Orten Blindgänger vermutet werden.

Bestätigt sich der Verdacht eines Blindgängers in Bochum Hofstede, muss der Bereich evakuiert werden. (Symbolbild)

Evakuierung in Bochum: Radius könnte noch vergrößert werden

Im Laufe des Dienstagvormittages werde der Kampfmittelbeseitigungsdienst wissen, ob sich in Hofstede eine Fliegerbombe verbirgt, wie die Feuerwehr Bochum mitteilt. Bestätigt sich der Verdacht, müssen alle Anwohner in einem Radius von 250 Metern für eine Entschärfung evakuiert werden. Über das Vorhaben hat die Stadt alle Betroffenen heute mit einem Schreiben benachrichtigt.

Sollten die Spezialisten fündig werden, müssten in dem Bochumer Stadtteil insgesamt 940 Menschen, die sich auf 198 Gebäude verteilen, evakuiert werden. Die Feuerwehr weist aber darauf hin, dass der Evakuierungsradius je nach Größe der Bombe vergrößert werden könnte (mehr Nachrichten aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24.de).

Corona-Maßnahmen auch bei einer möglichen Evakuierung

Kommt es zur Evakuierung der Anwohner, wird sie wie gewohnt durch Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Ordnungsamtes und weiterer Hilfsorganisationen, die von Haus zu Haus gehen, durchgeführt. Wie auch in Wattenscheid sind aufgrund der Coronavirus-Lage bei der Evakuierung spezielle Verhaltensvorgaben zu beachten:

  • Beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses muss der erforderliche Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern zu Personen aus anderen Haushalten eingehalten werden.
  • Ist der Mindestabstand nicht möglich, müssen Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Die Einsatzkräfte werden die Anwohner, die eine Betreuungsstelle nutzen wollen, nach Krankheitssymptomen einer Corona-Infektion befragen.

Bombe in Bochum: Betreuungsstelle wird eingerichtet, wenn es zur Evakuierung kommt

Bei einer möglichen Evakuierung stellt die Stadt Bochum eine Betreuungsstelle sowie einen Shuttle-Transport aus dem Evakuierungsbereich in die Betreuungsstelle zur Verfügung. Abstands- und Hygieneregeln gelten im Shuttle sowie in der Betreuungsstelle wie auch derzeit im öffentlichen Leben.

Aktuelle Informationen zu den Suchmaßnahmen sowie der eventuellen Evakuierung stellt die Stadt Bochum auf ihrer Homepage zur Verfügung. 

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