"Lost Place" am Westpark 

Drama in Bochum: Horror-Einsatz auf altem Industriegelände - Frau tot

Dramatische Rettungsaktion in einem "Lost Place" im Westpark Bochum.
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Dramatische Rettungsaktion in einem "Lost Place" im Westpark Bochum.

In Bochum am Westpark ist es am Sonntag zu einer dramatischen Rettungsaktion gekommen. Eine Frau geriet in einem "Lost Place" in Not - und starb. 

  • In Bochum ist es am Westpark in einem "Lost Place" zu einer dramatischen Rettungsaktion gekommen.
  • Am Sonntag (12. Juli) ist eine Frau in einem absturzgefährdeten Schacht zusammengebrochen. 
  • Die Rettungskräfte hatten beim Einsatz mit großen Hindernissen zu kämpfen.

Bochum - An einem sogenannten "Lost Place" am Westpark in Bochum (alle Artikel aus dem Ressort Ruhrgebiet) ist eine Frau am Sonntag (12. Juli) in einem absturzgefährdeten Schacht zusammengebrochen. Ihre beiden Begleiter riefen die Rettungskräfte. Doch die Rettungsaktion brachte die Einsatzkräfte an ihr Grenzen.

Stadt

Bochum

Bevölkerung

372.193

Bürgermeister

Thoms Eiskirch (SPD) 

Bochum: Frau bricht im "Lost Place" am Westpark zusammen - Retter vor Problemen

Wie die Feuerwehr Bochum in einer Pressemitteilung schreibt, war die Frau zusammen mit zwei Begleitern gegen 1 Uhr am Sonntag auf dem Brachgelände am Westpark unterwegs. Ein ehemaliges Industriegelände, das auch als "Lost Place" bekannt ist. 

Gegen 1 Uhr sei die Frau zusammengebrochen. Einer der Begleiter habe darauf die Rettungskräfte gerufen. Das Problem: Eine Ortung des Handys sei nicht möglich gewesen. Polizei und Feuerwehr hatten daraufhin Einsatzkräfte in den Westpark geschickt und die Suche gestartet. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Bochum: Suchaktion im Westpark erschwert - keine Handyortung möglich

Einer der Begleiter hatte die Rettungskräfte gefunden. Er hatte sie zum Unglücksort in Bochum, wo Forscher nun möglicherweise eine Geheimwaffe in Form einer Mundspülung gegen das Coronavirus gefunden haben, geführt. Die Einsatzkräfte waren zunächst in der Lage, der Frau zu helfen und sie wiederzubeleben. Danach mussten weitere Einsatzkräfte alarmiert werden. 

Denn die Retter hatten vor der nächsten Herausforderung gestanden: einem Schacht mit einer akuten Einsturzgefahr und ein Krankentransport auf unwegsamen Gelände. Mit Motorenschleifer, Bolzenschneider und Spreizgerät hatten sich die Rettungskräfte ihren Weg durch Zäune und Stacheldraht bahnen müssen. 

Dramatische Rettungsaktion am Westpark Bochum endet tragisch - Frau verstirbt im Krankenhaus

Zwei Stunden habe die Rettungsaktion nach Angaben der Feuerwehr gedauert. Auf einer Trage hatten die Retter die Frau über mehrere hundert Meter durch unwegsames Gelände transportiert. Die Frau war daraufhin in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie noch am selben Tag verstorben ist. 

Dramatische Rettungsaktion in einem "Lost Place" im Westpark Bochum.

Eine ähnlich dramatische Rettungsaktion, die aber ein positives Ende hatte, ereignete sich im Februar 2020. Eine Frau fiel ebenfalls am Westpark in Bochum in einem acht Meter tiefen Schacht und verharrte dort acht Stunden lang. Höhenretter mussten bei der Rettungsaktion hinzugerufen werden. 
Am 12. Juli kam es Dortmund auch zu einer Rettungsaktion durch Polizei und Feuerwehr, die allerdings glimpflicher ausging. Zwei Frauen mussten von einem Steilhang unterhalb der Hohensyburg gerettet werden. 

Nach Drama am Westpark Bochum: Notfallseelsorger betreuen Begleiter der Frau

Ihre zwei Begleiter wurden von der Notfallseelsorge betreut worden. 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren im Einsatz. Die Polizei ermittelt jetzt die Ursache für das tragische Ereignis. 

Zu teils schlimmen Unfällen kommt es immer wieder in sogenannten Lost Places. Auch in einer stillgelegten Fabrik in Baden-Württemberg verletzte sich ein Mann bei der Erkundung eines Lost Place, wie HEIDELBERG24.de berichtet. Der Hobby-Fotograf stürzte sieben Meter in die Tiefe.

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