Blindgänger in Wattenscheid

Suche nach Fliegerbomben in Bochum - Evakuierung könnte wegen Coronavirus erschwert werden

Nachdem in Wattenscheid erst vor wenigen Tagen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, vermuten die Behörden noch weitere Bomben. 

  • Am Wattenscheider Bach in Bochum werden mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet.
  • Die Verdachtspunkte sollen am kommenden Montag (6. Juli) geprüft werden.
  • Im Falle einer Evakuierung gelten wegen des Coronavirus besondere Hygienemaßnahmen.

Bochum/Wattenscheid - Wegen des Verdachts auf weitere mögliche Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg werden zu Beginn der kommenden Woche mehrere Stellen in Wattenscheid untersucht. Im Falle einer Evakuierung gelten wegen der Corona-Pandemie besondere Maßnahmen berichtet RUHR24.de*.

Stadtbezirk

Wattenscheid

Einwohner

72.774 (2019)

Bevölkerungsdichte

3.037 Einwohner/km²

Vorwahl

02327

Bochum/Wattenscheid: Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg

Wie die Feuerwehr Bochum mitteilt, sollen am Montag (6. Juli) insgesamt vier Verdachtspunkte am Wattenscheider Bach, an der Grenze zu Gelsenkirchen, untersucht werden. Zuständig ist dafür der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg.

Vermutet werden mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Genaue Informationen darüber, wie viele es sein könnten, gibt es nicht. 

Bochum/Wattenscheid: Evakuierungsgebiete lassen sich noch nicht festlegen

Auch die möglichen Evakuierungsgebiete lassen sich aufgrund der verschiedenen Verdachtspunkte im Vorfeld nicht genau definieren. Ob daher beispielsweise der Zug- oder Autoverkehr eingeschränkt sein wird, bleibt abzuwarten.

Sollten tatsächlich Blindgänger gefunden werden, würden die entsprechenden Evakuierungsgebiete am Montag in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst festgelegt werden. Das Gleiche gilt für den Zeitpunkt einer möglichen Evakuierung.

Bochum/Wattenscheid: Erst vor wenigen Tagen wurde ein Blindgänger gefunden

Blindgänger-Funde sind in Bochum und Wattenscheid keine Seltenheit. Erst vor einigen Tagen, am Mittwoch (1. Juli) wurde in der Ruhrgebietsmetropole  in der Nähe zu Gelsenkirchen eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg* gefunden. Die Entschärfung fand noch am selben Tag statt.

Mitte Juli wurde in Dortmund ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Im Stadtteil Eving mussten bis zu 2.000 Menschen evakuiert werden. 

Bochum/Wattenscheid: Corona-Hygienemaßnahmen während der Evakuierung

Sollte am kommenden Montag (6. Juli) eine Evakuierung und Entschärfung nötig sein, dann wird diese wie üblich durch die Feuerwehr, das Ordnungsamt und weitere Hilfsorganisationen durchgeführt. 

Aufgrund der Corona-Pandemie sind bei der Evakuierung allerdings spezielle Hygienemaßnahmen zu beachten:

  • Beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen aus anderen Haushalten unbedingt eingehalten werden.
  • Kann der Mindestabstand aus irgendwelchen Gründen nicht eingehalten werden, gilt Mundschutz-Pflicht. 
  • Die Einsatzkräfte werden nach Angaben der Feuerwehr alle Anwohner, die eine Betreuungsstelle aufsuchen wollen, nach Krankheitssymptomen einer möglichen Corona-Infektion befragen.

Bochum/Wattenscheid: Corona-Hygienemaßnahmen auch im Shuttle sowie in der Betreuungsstelle

Im Falle einer Evakuierung wird eine Betreuungsstelle sowie ein Shuttle-Transport aus dem Evaluierungsbereich in die Betreuungsstelle eingerichtet. 

Doch Achtung: Sowohl im Bus als auch in der Betreuungsstelle gelten die gleichen Hygienemaßnahmen wie in öffentlichen Verkehrsmitteln und in öffentlichen Gebäuden. Das Tragen eines Mundschutzes sowie das Einhalten des Mindestabstandes sind Pflicht. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Feuerwehr Bochum/Collage: RUHR24

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