Mann rettet Hilflose vor Übergriff

Nach versuchter Vergewaltigung in Ruhr-Uni-Nähe - Verdächtiger tischt dreiste Corona-Lüge auf

In dieser Gegend in der Nähe der Ruhr-Universität Bochum ist es zu der versuchten Vergewaltigung gekommen.
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In dieser Gegend in der Nähe der Ruhr-Universität Bochum ist es zu der versuchten Vergewaltigung gekommen.

In der Nähe der Ruhr-Uni Bochum ist eine Frau fast das Opfer einer Vergewaltigung geworden. Der Verdächtige wurde gefasst - und tischte der Polizei eine dreiste Lüge auf.

  • Eine 40-jährige Frau aus Bochum ist am Mittwoch (15. April) fast vergewaltigt worden.
  • Ein Mann stoppte den mutmaßlichen Täter und übergab ihn der Polizei.
  • Der Tatverdächtige ist möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert.

Update, Samstag (18. April), 13.15 Uhr: Bochum - Drei Tage nach der versuchten Vergewaltigung in der Nähe der Ruhr-Universität Bochum gibt es nun neue Erkenntnisse zu dem Vorfall. Der Verdächtige, der versucht hatte, eine 40-jährige Frau zu vergewaltigen, hatte zunächst angegeben, mit dem Coronavirus infiziert zu sein.

Inzwischen liegen die Ergebnisse eines Tests vor. Und die besagen, dass der 23-jährige Verdächtige gelogen haben muss. Der Test auf das Coronavirus fiel jedenfalls negativ aus. 

Unterdessen gibt es weitere Erkenntnisse zu dem Tatverdächtigen: Laut Polizei Bochum handelt es sich um einen Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Erstmeldung, Donnerstag (16. April), 15.30 Uhr: Ein 25-jähriger Mann aus Bochum hat am Mittwoch (15. April) viel Mut bewiesen und mit seinem Eingreifen womöglich Schlimmeres verhindert. Eine Frau war in der Nähe der Ruhr-Universität beinahe Opfer einer Vergewaltigung geworden.

Versuchte Vergewaltigung in Bochum: Anwohner werden auf Schreie einer Frau aufmerksam

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, hatten eine Mutter und ihr 25-jähriger Sohn am Mittwochabend gegen 21.45 Uhr die Schreie einer Frau gehört. Der Sohn begab sich daraufhin zu einer Grünfläche an der Laerholzstraße in Bochum - von dort aus waren die Anwohner auf die Laute aufmerksam geworden.

Als der Mann an der Stelle, die nur etwa einen Kilometer von der Ruhr-Universität entfernt ist, ankam, ließ ein Tatverdächtiger von der 40-jährigen Frau ab und rannte davon.

In dieser Gegend in der Nähe der Ruhr-Universität Bochum ist es zu der versuchten Vergewaltigung gekommen.

Der 25-Jährige reagierte schnell und eilte dem Mann hinterher - bis es ihm gelang, den mutmaßlichen Täter einzuholen und nach einer körperlichen Auseinandersetzung zu Boden zu bringen. Dort hielt der Sohn ihn bis zum Eintreffen der Bochumer Polizei fest.

Versuchte Vergewaltigung in Bochum: Tatverdächtiger positiv auf das Coronavirus getestet?

Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen fest. Es stellte sich heraus, dass der Mann 23 Jahre alt ist und derzeit in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat. Er gab noch am Tatort an, vor Kurzem positiv auf das Coronavirus getestet worden zu sein. Ob diese Aussage stimmt, werde nun überprüft, heißt es von der Polizei. Das Ergebnis hierzu soll am Freitag (17. April) vorliegen.

Die 40-jährige Frau aus Bochum entkam einer Vergewaltigung offenbar nur knapp. Sie wurde bei dem Überfall leicht verletzt und umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Auch der 23-Jährige zog sich bei seinem couragierten Vorgehen leichte Verletzungen zu. Er kam zur ambulanten Behandlung ebenfalls ins Krankenhaus.

Versuchte Vergewaltigung in Bochum: 23-Jähriger verhindert Schlimmeres

Der Mann habe "in einem schlimmen Fall noch Schlimmeres verhindert", teilte die Polizei mit.

Ähnliches ist bei einer Vergewaltigung in Dortmund passiert, als ein 16-Jähriger in der Innenstadt Hilfeschreie einer Frau hörte. Eine 51-Jährige war aus dem Nichts von einem Mann angegriffen und von ihrem Fahrrad gezogen worden. Der junge Mann zögerte nicht und zog den Tatverdächtigen von ihr weg.

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