Probleme an der RUB

Hacker-Angriff legt IT-Systeme der Uni Bochum lahm - Klausuren ausgefallen

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Die Uni Bochum (RUB) ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. 

Ein Hacker-Angriff hat am Donnerstag IT-Systeme der Ruhr-Universität Bochum (RUB) lahmgelegt. Erste Prüfungen wurden bereits abgesagt.

  • Die Ruhr-Uni Bochum ist offenbar Opfer eines Hacker-Angriffs geworden.
  • Ein großer Teil der IT-Systeme der RUB ist derzeit außer Betrieb.
  • Wegen des Computerangriffs sind schon Prüfungen ausgefallen.

Update, Donnerstag (7. Mai), 21.14 Uhr: Wie ein Sprecher der Ruhr-Universität Bochum am Abend gegenüber RUHR24 mitteilte, gab es zu dem Hacker-Angriff bis dato nichts Neues. Die Online-Lehre sei aber bislang nicht von dem Angriff betroffen und könne weitergehen, hieß es vonseiten der RUB.

Update, Donnerstag (7. Mai), 15.10 Uhr: Wie die RUB mitteilt, sind von dem Hacker-Angriff "alle PC-Anwendungen in der Universitätsverwaltung" betroffen. Auch das Versenden von E-Mails über das Exchange-System funktioniere nicht.

Hacker-Angriff auf RUB: E-Mail-Systeme betroffen - Klausuren wurden verschoben

Alle Windows-basierten Anwendungen in den Fakultäten und Einrichtungen der RUB sollten "auf die nötigsten Kommunikationsvorgänge beschränkt werden", teilt die Ruhr-Universität Bochum mit.

E-Mail-Anhänge sollten wie gehabt nicht geöffnet werden: "Alle Office-Dokumente sind als PDF zu versenden."

Ruhr-Universität Bochum: Hacker-Angriff legt viele IT-Systeme der RUB lahm

Update, Donnerstag (7. Mai), 13.43 Uhr: Wegen des Hacker-Angriffs sind an der RUB erste Klausuren ausgefallen. Nach Angaben der Fachschaft Jura mussten geplante Prüfungen am Vormittag kurzfristig verschoben werden. Das gelte auch für Online-Vorlesungen.

Bei dem Angriff soll es sich demnach um einen sogenannten Emotet-Angriff handeln. Dabei wird Schadsoftware über gefälschte, aber authentisch aussehende E-Mails von bekannten Kontakten auf den Rechner gespielt.

Ist die Software erst installiert, lädt sie etwa Trojaner nach, teilt das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik mit. Damit könnten dann Zugangsdaten, auch zum Online-Banking, abgegriffen werden.

Update, Donnerstag (7. Mai), 13.27 Uhr: Einige Systeme der RUB sind offenbar nicht von dem Hacker-Angriff betroffen. Das teilt die Universität Bochum am Mittag mit: "Aktuell stehen die Dienste RUB-Mail, Moodle, RUBCast, ZOOM, Matrix (Riot) weiterhin zur Verfügung."

RUB: Uni Bochum wird Opfer von Hacker-Angriff - mehrere IT-Systeme betroffen

Erstmeldung, Donnerstag (7. Mai): IT-Probleme haben am Donnerstagmorgen (7. Mai) für Ärger an der Ruhr-Uni Bochum (RUB) gesorgt. Mittlerweile ist klar: Es gab einen Hacker-Angriff von außen.

Durch den Hacker-Angriff mussten zentrale Systeme der RUB außer Betrieb genommen werden, teilt die Hochschule auf Twitter mit. Derzeit sei die IT-Infrastruktur der Hochschule "weitestgehend außer Betrieb".

Dazu gehören demnach auch VPN-Zugänge und Outlook-Server für den E-Mail-Verkehr. Die RUB empfiehlt, Windows-basierte Server auf dem Campus herunterzufahren.

Wer für den Angriff von Außen verantwortlich ist, ist derzeit noch völlig unklar. Ebenfalls ist unklar, ob Moodle, Zoom und die RUB-App von dem Angriff betroffen sind. Dies werde laut RUB derzeit analysiert. Detaillierte Handlungsanweisungen an Mitarbeiter und Studierende sollen folgen.

Ruhr-Uni Bochum: "Erhebliche Probleme" mit IT-Systemen - Hacker-Angriff auf RUB vermutet

Die Probleme sind laut der RUB bereits am Morgen aufgetreten. Gegen 8 Uhr wurden bereits "erhebliche Probleme" mit der IT-Infrastruktur gemeldet.

Der Hacker-Angriff soll die zentrale Infrastruktur der RUB getroffen und lahmgelegt haben.

Bereits da bestand bei der Ruhr-Uni der Verdacht, dass es sich dabei um die Folgen eines Computerangriffs von außen handeln könnte.

Video: Hacker-Angriffe in der Coronavirus-Krise

Hacker-Angriff auf RUB hat Auswirkungen auf Lehre der Studierenden

Das Sommersemester hatte an der RUB wegen der Coronavirus-Krise unter erschwerten Bedingungen begonnen. Rund 28.000 Studierende musste sich statt an Vorlesungssäle an Online-Kurse gewöhnen.

Für die laut Uni mehr als 6.000 Lehrveranstaltungen waren die IT-Systeme besonders wichtig. Anfang Mai hatte die RUB bereits gewisse Lockerungen eingeführt. So sind seitdem experimentelle Forschung sowie mündliche Prüfungen unter bestimmten Bedingungen möglich.

Weitere Lockerungen an der Uni Bochum sollen Präsenzprüfungen sowie die Leihe aus der Bibliothek betreffen. Auch Laborpraktika sollen dann wieder möglich sein.

Wir berichten weiter.

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