Zeuge gibt verdächtigen Hinweis

Bochum: Lebende Meerestiere geladen - Polizei mit irrer Lösung

Polizei Bochum kontrolliert Fahrzeug und findet lebende Meerestiere
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Bei der Kontrolle eines Wagens staunte die Polizei nicht schlecht, was dieser geladen hatte.

Bei der Kontrolle eines verdächtigen Wagens machte die Polizei aus Bochum einen kuriosen Fund: Kiloweise lebendige Meerestiere. So lösten sie das Problem.

Bochum – Dass die Polizei bei Fahrzeugkontrollen immer mal wieder kuriose oder gar ungesicherte Ladungen findet, ist keine Seltenheit. Bei dem Vorfall am Donnerstag (12. November) trauten die Beamten aus Bochum jedoch ihren Augen nicht. Sie fanden kiloweise Meerestiere.

Großstadt in NRWBochum
Fläche145,4 km²
Einwohner371.046 (Stand: 2020)
Bürgermeister:Thomas Eiskirch

Bochum: Zeugen informieren Polizei über verdächtige Beobachtung

Durch Hinweise wurde die Polizei aufmerksam auf den Wagen mit der lebenden Ladung. So soll am Donnerstag (12. November) einem Zeuge im Gewerbegebiet Gollheide in Bochum-Westenfeld ein Auto verdächtig aufgefallen sein – und er meldete seine Beobachtung der Polizei.

Um dem Indiz des Zeugen nachzugehen, kontrollierten zwei Zivilpolizisten des Bochumer Einsatztrupps das Auto sowie die zwei aus Bochum stammenden Fahrer. Und siehe da: Der Zeuge hatte richtig vermutet. So fanden die Beamten kiloweise Meerestiere im Wagen der beiden Bochumer (25 und 26 Jahre).

Polizei Bochum findet kiloweise Krabben, Krebse und Muscheln in einem Auto

Insbesondere bei Fisch, Krabben oder anderen Meeresfrüchten ist Frische eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale. Das war den beiden Männern aus Bochum wohl auch in etwa bekannt, denn einige der Tiere lebten noch. So fanden die Beamten der Bochumer Polizei kiloweise lebendige Wollhand-Krabben und Flußkrebse.

Zwei Bochumer hatten kiloweise lebende Meerestiere im Gepäck – und wollten diese noch weiterverkaufen.

Außerdem waren noch Kisten voller Froschschenkel, Austern, Garnelen und Plattfische im Inneren des Wagens. Nach Aussage der beiden Lieferanten, seien die Tiere für den Weiterverkauf gewesen – für wen oder wo der Verkauf stattfinden sollte, ist allerdings nicht bekannt. Auch woher die beiden die Tiere hatten, ist unklar.

Polizei macht lebendigen Fund – nicht der einzige Vorfall im Ruhrgebiet

Bochum: Lebende Ladung nicht mehr zum Verzehr geeignet

Aus dem Weiterverkauf der Meerestiere wurde allerdings nichts. Denn nachdem die Beamten aus Bochum Spezialisten des städtischen Ordnungsamtes zur Begutachtung der geladenen Ware hinzugezogen hatten, mussten sie feststellen, dass von der Frischequalität nicht mehr viel übrig war.

Die Experten kamen zu dem Schluss, dass die Meerestiere aufgrund der unterbrochenen Kühlkette nicht mehr für den Verzehr geeignet waren. Doch was macht man mit kiloweise, teilweise noch lebendem Meeresgetier?

Bochum: Ordnungsamt bringt Meerestiere in den Tierpark

Damit die Tiere nicht ganz sinnlos den weiten Weg ins Ruhrgebiet gemacht haben, kam den Mitarbeitern des Bochumer Ordnungsamtes eine fixe Idee. So wurden die Meerestiere zum Tierpark in Bochum gebracht – um dort als Futter für die dort lebenden Tiere genutzt zu werden.

Und die noch lebenden Krebse und Krabben haben nun ein neues Zuhause. So sollen sie nach Angaben der Polizei ebenfalls in den Tierpark gekommen sein, allerdings artgerecht untergebracht in einem Gehege.