Inzidenz zu hoch

Nach Dortmund jetzt auch Bochum: Stadt will schärfere Corona-Maßnahmen durchsetzen

Bochum Innenstadt Boulevard Ruhrgebiet
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Die Stadt Bochum möchte ihre Corona-Maßnahmen verschärfen.

Im Kampf gegen das Coronavirus beschließen immer mehr Städte in NRW neue Maßnahmen. Jetzt will auch Bochum die Regeln verschärfen.

Update, Mittwoch (21. April), 13.23 Uhr: Bochum – Das Land NRW hat den Entwurf der Stadt Bochum mittlerweile in Teilen genehmigt. Demnach darf die Stadt Bochum wegen der hohen Inzidenz vor Ort die Maskenpflicht in Grünanlagen in den gewünschten Bereichen ausweiten. Ebenso fällt die Testoption aus der Corona-Schutzverordnung des Landes in Bochum weg - Museen, der Tierpark und die Stadtbibliothek müssen damit schließen.

Den Vorschlag der Stadt Bochum, den Präsenzunterricht an Schulen wieder auszusetzen, hat das Land aber abgelehnt. Die Bochumer Schulen bleiben damit weiterhin im Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht. Bei Kitas gilt der dringende Appell an die Eltern, die Kinder nur dann in eine Kindertagesstätte zu bringen, wenn dies unbedingt notwendig sei. Die Verordnung trifft ab dem morgigen Donnerstag (22. April) in Kraft und gilt vorerst bis zum 26. April.

Stadt Bochum will Corona-Maßnahmen verschärfen

Erstmeldung, Dienstag (20. April): Die Stadt Bochum will die Corona-Maßnahmen weiter verschärfen. Damit soll die Ausweitung der Pandemie weiter verhindert werden. Einen entsprechenden Entwurf hat die Stadt dem Land NRW bereits am Montag (19. April) vorgelegt, wie RUHR24* berichtet. Aber was gilt jetzt in der Ruhrgebietsstadt?

VirusCorona, Covid-19
ErregerSars-CoV-2
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Bochum will härtere Corona-Maßnahmen: Land NRW liegen Pläne vor

Am vergangenen Wochenende hat Bochum bei seiner Sieben-Tages-Inzidenz die Marke von 150 überschritten. Das bedeutet: Pro 100.000 Anwohner der Stadt haben sich je 150 Personen mit dem Coronavirus* infiziert. Aktuell (Stand 20. April) ist die Inzidenz in Bochum wieder leicht gesunken und liegt bei 147,4.

Diese Zahlen wirken sich auch auf das Gesundheitssystem der Stadt aus. Wie die Stadt Bochum angibt, sei die Auslastung der Intensivstationen nach wie vor deutlich zu hoch. Zum Gesundheitsschutz aller Bochumer seien deswegen weitere Corona-Maßnahmen nötig (mehr aktuelle News zum Coronavirus in NRW* bei RUHR24).

Wegen hoher Inzidenz: Stadt Bochum verschärft Corona-Maßnahmen an Schulen

In der Allgemeinverfügung, die die Stadt Bochum dem Land NRW vorgelegt hat, geht es um Schulen, Maskenpflicht und Regeln für den Einkauf im Einzelhandel. Auch die Stadt Dortmund hat sich bereits für verschärfte Corona-Maßnahmen entschieden*.

Ab Mittwoch (21. April) sieht diese Allgemeinverfügung etwa vor, dass an Schulen in Bochum vorerst kein Präsenzunterricht mehr stattfinden soll. Unterrichtet wird dann wieder im Distanzunterricht beziehungsweise Homeoffice. Eine Notbetreuung soll aber weiterhin stattfinden. Kindertagesstätten (Kitas) und Abschlussklassen sind von dieser Maßnahme nicht betroffen. Damit kommt Bochum der Notbremse der Bundesregierung zuvor: laut dem Beschluss sollen Schulen* erst ab einer Inzidenz von 165 in den Distanzunterricht wechseln.

Neue Maßnahmen im Einzelhandel: Bochum verschärft Schutzverordnung von NRW

Auch in einem weiteren Punkt will die Stadt Bochum schärfere Maßnahmen, als die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW aktuell vorsieht. Die sogenannte Testoption soll in der Ruhrgebietsstadt abgeschafft werden.

Für die Museen in Bochum, den Tierpark und die Stadtbücherei bedeutet das, dass diese Einrichtungen wieder schließen müssen. Denn Besucher dürfen sie nicht mehr empfangen. Auch nicht nach Vorlage eines negativen Schnelltests.

Video: Nordrhein-Westfalen macht dicht - verschärfte Corona-Maßnahmen in vielen NRW-Städten

Für den Einzelhandel gibt es allerdings ein Schlupfloch: Statt „Test, Click & Meet“ soll vorerst nur noch „Click & Collect“ möglich sein. Also die Abholung von online oder telefonisch vorbestellten Waren.

Bochum verlängert Maskenpflicht: Verschärfung der Corona-Maßnahmen

Außerdem will die Stadt Bochum die Maskenpflicht auf Grünanlagen fortführen. Das betrifft vor allem stark frequentierte Bereiche des Südparks in Wattenscheid, des Hammer Parks und für die Grün-, Wege- und auch Parkflächen des Ümminger Sees und des Kemnader Sees in Bochum und Witten.* Die Maskenpflicht soll von 12 bis 18 Uhr in gekennzeichneten Bereichen durchgesetzt werden.

Diese Allgemeinverfügung soll laut der Stadt Bochum zunächst bis zum 26. April gelten. In Stein gemeißelt sind diese Regeln aber noch nicht: Die Stadt wartet derzeit noch auf eine Rückmeldung des Landes NRW zu dem vorgeschlagenen Maßnahmen-Paket. Bisher ist diese nicht erfolgt. Die Maßnahmen können deshalb noch nicht wie erhofft am 21. April umgesetzt werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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