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Polizisten haben am Mittwoch (14. November) in Bochum eine 26-jährige Frau festgenommen, die zur Terrorgemeinschaft des IS gehört.

Die 26-jährige Derya Ö. soll deutsche Staatsangehörige sein und laut Generalbundesstaatsanwaltschaft unter dem dringenden Verdacht stehen, sich an der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“, kurz IS, beteiligt zu haben.

Verbindung zum IS kam durch ihren Ehemann

Laut Haftbefehl schloss sich Derya Ö. bereits im Februar 2014 in Syrien der ausländischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“ an. Dort soll sie einen Kämpfer der Terrororganisation nach islamischem Ritus geheiratet haben.

Auch nach ihrer Ausreise nach Deutschland soll sie über das Internet mit ihm in Kontakt gestanden haben. Daraufhin lebte sie mit dem Kämpfer in Syrien und im Irak und zog das gemeinsame Kind groß. Die Familie soll vom IS eine monatliche finanzielle Unterstützung erhalten.

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Außerdem soll sie sich von ihrem Ehemann an Schusswaffen ausbilden lassen haben. Während ihrer Zeit bei der Terrororganisation soll die 27-Jährige zudem einen Sprengstoffgürtel besessen haben, der für ein Selbstmordattentat geeignet sei. Diesen soll  sie laut Generalbundesstaatsanwaltschaft später über einen Messengerdienst zum Verkauf angeboten haben.

Als ihr Ehemann festgenommen wurde, lebte die Verdächtige daraufhin in einem Frauenhaus des IS.

Bereits im Februar 2017 wurde sie beim Grenzübertritt von Syrien in die Türkei  festgenommen. Bis zu ihrer Wiedereinreise nach Deutschland am 25. August 2017 befand sie sich dort in Abschiebehaft.

Am Donnerstag wurde die Beschuldigte dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Daraufhin hat dieser Untersuchungshaft angeordnet.