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Randalierende Fans des 1. FC Magdeburg hatten im Hauptbahnhof in Bochum am Wochenende für Krawall gesorgt. Jetzt ist der Verein um Aufklärung bemüht.

Update, Montag (6. Mai), 21.35 Uhr: Laut einer Stellungnahme hat der FC Magdeburg nach den Krawallen der Fans in Bochum am Montag eine offizielle Anfrage an die Bundespolizei Dortmund gestellt. Der Verein sei „um Aufklärung bemüht“.

Von Fans, Fanbetreuung, der Fanhilfe Magdeburg sowie der Polizei würden derzeit Informationen gesammelt, die zur Aufklärung der Geschehnisse dienen sollen.

Der Sonderzug der Fans sei selbst organisiert gewesen. Auch die Zahl von rund 700 Fans bestätigte der Verein. Diese seien „stundenlang festgehalten und kontrolliert“ worden. Eine weitere Stellungnahme werde noch veröffentlicht.

Mehrere Fans und Polizisten verletzt

Update, Samstag (4. Mai), 21.00 Uhr:
Aus dem Abschlussbericht der Polizei Bochum: Mehrere Personen und Polizisten sind bei dem Zusammentreffen verletzt worden.

Eine Polizistin wurde von einem 29-jährigen Mann durch einen Faustschlag gegen den Schutzhelm attackiert.

Weiterhin versuchte er die Polizistin in die Menschenmenge zu ziehen und ihr die Einsatzmittel zu entwenden, heißt es laut Bericht. Insgesamt drei Beamte wurden verletzt, blieben jedoch dienstfähig.

Sturmhauben und Pfefferspray gefunden

Bei einer Auseinandersetzung zweier Gastfans im Personentunnel trat ein Mann einem 39-jährigen Mann, der am Boden lag, gegen den Kopf. Auch ein 48-Jähriger wurde nach einem Angriff auf einen Polizisten am Kopf verletzt.

Nachdem der Zug den Hauptbahnhof Bochum verlassen hatte, fand die Polizei im Gleisbereich Sturmhauben, Zahnschutz, Pfefferspray und Verschlusstütchen mit Betäubungsmitteln.

Die Beamten stellten insgesamt 30 Strafverfahren und nahmen 25 Tatverdächtige vorläufig fest.

Hauptbahnhof Bochum abgesperrt

Update, Samstag (4. Mai), 17.02 Uhr: Der Sonderzug hat den Bochumer Hauptbahnhof mittlerweile verlassen. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, wurde während der Abreise mehrfach Pyrotechnik gezündet. Zudem seien Einsatzkräfte mit Flaschen beworfen worden.

Update, Samstag (4. Mai), 16.12 Uhr Uhr: Der Sonderzug für die Rückreise der Fußballfans nach Magdeburg steht im Hauptbahnhof Bochum bereit. Gegen 16.35 Uhr soll er losfahren und die Fans zurück in ihre Heimat bringen.

Update, Samstag (4. Mai), 15 Uhr: Die Absperrungen am Bochumer Hauptbahnhof sind mittlerweile wieder aufgehoben. Laut Polizei gibt es keine Behinderungen mehr.

Auch das Spiel des 1. FC Magdeburg gegen den VfL Bochum ist mittlerweile vorbei. Mit 4:2 hat der VfL Magdeburg besiegt. Nun steht die Rückreise der Fans bevor.

Ursprungsmeldung, Samstag (4. Mai), 13.49 Uhr: Auf dem Weg zum Spiel des VfL gegen den 1. FC Magdeburg haben Fans des FC immer wieder Pyrotechnik gezündet und randaliert.

Bereits gegen 11 Uhr kamen die Magdeburger mit einem Sonderzug im Bochumer Hauptbahnhof an. Dort sollten sie von der Polizei kontrolliert werden.

Bochum: Fans zünden Pyrotechnik

Als Grund dafür nannte die Polizei, dass während der Anfahrt wiederholt Pyrotechnik gezündet worden war. Rund 700 Fans sollten deshalb durchsucht werden.

Bei den Magdeburgern sorgte das für Unmut: Viele weigerten sich, sich kontrollieren zu lassen. Vereinzelt kam es daraufhin zu Ausschreitungen. Am Bochumer Hauptbahnhof waren deshalb Gleise blockiert. Das führte zu Verspätungen und Zugumleitungen.

Laut Bahn sind folgende Linien betroffen:

  • RE1 in beide Richtungen (Hamm – Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf – Köln – Horrem – Düren – Eschweiler – Aachen)
  • RE6 in beide Richtungen (Köln/Bonn-Flughafen – Neuss – Düsseldorf – Düsseldorf Flughafen – Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Bielefeld – Herford – Minden)

Zu Beginn des Spiels um 13 Uhr waren die Fanblöcke im Bochumer Stadion noch teilweise verweist. Anwesende Fans des 1. FC Magdeburg verließen zum Teil kurz nach dem Anpfiff das Stadium, um gegen die polizeiliche Maßnahme zu protestieren.

Die Polizei Bochum sucht derzeit außerdem nach einem muskulösen Mann. Er soll einem Autofahrer ins Gesicht geschlagen haben.