Frau starb im Westpark

Bochum: Nach Tod einer jungen Frau - Feuerwehr sendet Warnung an Bürger

Dieser Einsatzleiter der Feuerwehr Bochum warnt die Bürger der Stadt vor "Lost Places" wie jene im Westpark.
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Dieser Einsatzleiter der Feuerwehr Bochum warnt die Bürger der Stadt vor "Lost Places" wie jene im Westpark.

Nach dem dramatischen Tod einer jungen Frau am Wochenende in Bochum meldet sich die Feuerwehr zu Wort - und sendet drastische Worte an die Bürger.

  • In einem "Lost Place" in Bochum ist am Wochenende eine Frau gestorben.
  • Der verlassene Ort befindet sich im Westpark, einem zu einer Freizeitfläche umgebauten alten Industrieareal.
  • Jetzt sendet die Feuerwehr Bochum einen dringenden Appell an die Bürger der Stadt.

Bochum - Die Nachricht schockiert ganz Bochum: Im Westpark ist am Wochenende (12. Juli) eine junge Frau im Westpark zu Tode gekommen. Die Frau war in einem sogenannten "Lost Place" in Not geraten und danach gestorben.

Name

Westpark Bochum

Adresse

Allee Straße/Gahlensche Straße 44793 Bochum

Fläche

circa 75 Hektar

Bochum: Feuerwehr warnt nach Tod von junger Frau vor Lost Places

"Lost Places" sind verlassene Orte, wie etwa alte und stillgelegte Industrieanlagen. Im Westpark, der nun als Freizeitort genutzt wird, einst aber industrielles Herz der Stadt war, gibt es von diesen Orten einige. Und sie locken immer wieder junge, neugierige Menschen wie magisch an.

Der Westpark in Bochum verströmt eine gewisse Industrie-Romantik, birgt aber durch seine "Lost Places" auch Gefahren.

Was viele in Kauf nehmen, ist die Gefahr, in der sie sich in den verlassenen Orten begeben. Aus diesem Grund meldet sich nun die Feuerwehr Bochum zu Wort - und zwar in Form des Einsatzleiters, der am Wochenende selbst vor Ort war.

Gefahren an Lost Places - nicht nur in Bochum

"Lost Places" würden Gefahren und damit Probleme erzeugen - nicht nur für die Opfer, sondern auch für die Einsatzkräfte. "Wir haben Probleme mit den Zufahrten", berichtet der Einsatzleiter der Bochumer Feuerwehr. 

Außerdem bestehe in den verlassenen Orten selbst häufig akute Einsturz- und damit Lebensgefahr.

Nicht nur die maroden Industrieanlagen seien gefährlich, sondern auch Substanzen, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. So warnt die Feuerwehr auch vor Atemgiften. Der dringende Appell des Feuerwehrmanns: "Haltet euch von solchen Brachflächen fern, achtet auf Hinweisschilder, meidet Lost Places".

Es ist nicht das erste Mal, dass es am Westpark in Bochum zu einer Rettungsaktion dieser Art kommt. Im Februar dieses Jahres war eine Frau dort an der Jahrhunderthalle in einen acht Meter tiefen Schacht gefallen. Die Frau hatte den Ort allerdings wohl nicht bewusst aufgesucht, sondern hatte einen Spaziergang eingelegt.

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"Lost Places" gelten als Geheimtipps, werden in Listicles im Internet immer wieder empfohlen. Auf entsprechenden Seiten im Netz warnen aber selbst erfahrene Abenteurer vor den Orten. So könnten an "Lost Places" typischerweise Glassplitter und zerbrochene Fensterscheiben für Gefahr sorgen.

Außerdem warnen Lost-Places-Kenner vor Löcher im Boden sowie vor Schächten, die man nicht direkt sieht. Auch eine große Gefahr seien die Decken der alten Orte, die nicht selten vom Einsturz gefährdet sind. Alles in allem also dürfte die Feuerwehr Bochum mit ihrer Warnung nicht ganz daneben liegen.