Nach langer Corona-Pause

Bochum: Bermudadreieck öffnet und hat fatale Bitte an die Besucher

Bochum öffnet nach langer Corona-Pause sein Bermudadreieck. An die Besucher gibt es vorab eine kuriose Bitte.

Bochum – Eine der größten Partymeilen im Ruhrgebiet öffnet wieder ihre Pforten: Nach langer Corona-Pause gibt es im Bermudadreieck in Bochum wieder Bier, Cocktails, Speisen und Co. unter freiem Himmel. Möglich macht das die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW. RUHR24* erklärt, welche Regeln gelten und warum sich das „Dreieck“ mit einer kuriosen Bitte an die Besucher wendet.

OrtBermudadreieck
StadtBochum
Corona-Inzidenz89,2 (24. Mai, Quelle: LZG.NRW)

Bochum: Bermudadreieck öffnet nach langer Corona-Pause – Bitte an Besucher

Hintergrund der Öffnung ist die in Bochum seit Wochen sinkende 7-Tage-Inzidenz. Am Samstag (22. Mai) war sie an fünf Werktagen in Folge unter dem Wert von 100. Montag meldete das Landeszentrum Gesundheit NRW eine Inzidenz von 89,2. Deshalb treten seit Pfingstmontag (24. Mai) in Bochum zahlreiche Lockerungen inkraft.

Eine dieser Lockerungen betrifft die Außengastronomie von Bochum – und davon gibt es im Bermudadreieck bekanntlich reichlich. Bars, Cafés und Restaurants mit Außenbestuhlung – darunter teils auch Neueröffnungen wie das Tacata* – dürfen seit dem Lockdown Anfang November 2020 wieder öffnen. Allerdings nur außen und nicht innen. Zudem gibt es keine Ausgangsbeschränkungen mehr in der Nacht.

Bermudadreieck Bochum: Corona-Lockdown hat ein Ende – mit einem Haken

Doch es gibt einen Haken. Wer sein Getränk oder seine Speise unter freiem Himmel genießen will, muss entweder einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen oder von Corona genesen bzw. dagegen vollständig geimpft sein.

Im Zusammenhang mit der Nachweispflicht hat das Bermudadreieck kurz vor seiner Öffnung eine kuriose Botschaft an die Besucher gesendet: „Wir bitten euch, uns ein Foto von eurer Impf- oder Genesenenbescheinigung zuzusenden. Bitte natürlich namentlich unkenntlich gemacht und als Privatnachricht“ heißt es in einem Facebook-Beitrag von Samstag (22. Mai).

Corona in Bochum: Bermudadreieck öffnet Außengastronomie und will Personal schulen

Hintergrund der seltsamen Bitte sei laut Bermudadreieck Bochum ein einfacher: Man wolle vorab das Personal der Bars, Restaurants und Cafés schulen, korrekte Nachweise zu erkennen. Dies geschehe in Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Lange Zeit sah es im Bermudadreieck von Bochum so aus: Trist und leer. Das hat seit dem 24. Mai 2021 ein Ende – den sinkenden Corona-Zahlen sei Dank.

Das Bermudadreieck erklärt: „Das Problem wird sein, dass es außer dem bekannten gelben Impfpass auch Bescheinigungen für überstandene Infektionen und von den Impfzentren ausgestellte Impfbescheinigungen geben wird.“ Außerdem seien auch ausländische Versionen oder ausländische Impfbescheinigungen möglich (Hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24* lesen).

Bermudadreieck: Bitte an Besucher sorgt für Kritik – Angst vor Corona-Kriminellen

Das Chaos für Gastronomie-Betreiber scheint also perfekt. Zumal der digitale Impfpass noch auf sich warten lässt*. Indes gibt es bereits Kritik an der merkwürdigen Bitte des Bermudadreiecks. Eine Facebook-Userin weist darauf hin, dass Kriminelle die Identifikationsnummer der Impfdosis missbrauchen könnten, selbst wenn User ihren Namen auf dem Impfausweis schwärzen würden. Gelangen die Fotos der Bermuda-Besucher also an Kriminelle, könnten diese für Fälschungen missbraucht werden. Sicherheitsexperten warnen deshalb schon lange davor, Impfausweise zu fotografieren.

Das Bermudadreieck hält jedoch dagegen: Leider fehle es an Muster- und Schulungsmaterial. „Wir probieren das pragmatisch und für alle Mitarbeiter und für die Gäste bestmöglich zu regeln.“ Wie auch immer die Gastronomen die Nachweise kontrollieren – eines gilt nach wie vor: Die AHA-Regeln und die Maskenpflicht müssen an den gekennzeichneten Orten von allen Bochumern – egal ob geimpft, genesen oder mit negativem Test – weiterhin beachtet werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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