Neue Konstruktion

Bochum: Stadt investiert 80.000 Euro in Bermudadreieck wegen Auto-Posern

Das Bermudadreieck in Bochum.
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Das Bermudadreieck in Bochum.

Das Bermudadreieck in Bochum ist der Kneipen-Hotspot im Ruhrgebiet. Immer wieder zieht er aber auch Auto-Poser an. Damit soll jetzt Schluss sein.

Bochum - Wo sich Kneipe an Kneipe und Restaurant an Restaurant reiht, da ist das sehen und gesehen werden Volkssport. Das Bermudadreieck im Herzen von Bochum ist so ein Ort. Gesehen werden wollten dort in der Vergangenheit auch Auto-Poser mit ihren aufgemotzten Boliden. Die meisten Besucher allerdings fanden das Schauspiel eher peinlich bis ärgerlich.

Ort

Bermudadreieck

Stadt

Bochum

Adresse

Kortumstraße 2

Bochum: Bermudadreieck will Auto-Poser verbannen

Damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Die Stadt Bochum sperrt eine wichtige Durchfahrtsstraße ins Bermudadreieck durch einen hydraulischen Poller. Er soll jetzt an der Brüderstraße verbaut werden, jener Straße, die vom Ring direkt ins Herz des Bermudadreiecks führt. 

Von hier aus hatten die Poser in den vergangenen Jahren ihr Schaulaufen mit wild aufheulenden Motoren begonnen, um dann wenige Hundert Meter weiter aus dem Kneipenviertel wieder auszufahren.

Bochum: Stadt baut hydraulischen Poller im Bermudadreieck

Ärgerlich: Damit die Poser im Bermudadreieck keine Chance mehr haben, muss die Stadt Bochum eine ganze Stange Geld in die Hand nehmen. Laut einer Beschlussvorlage der Verwaltung sind Kosten in Höhe von rund 80.000 Euro plus 1800 Euro pro Jahr für die Wartung veranschlagt.

Einen im Boden versenkbaren hydraulischen Poller wie diesen baut die Stadt Bochum jetzt im Bermudadreieck.

Der Poller soll künftig nur abends zwischen 19 und 5 Uhr die Einfahrt in die Brüderstraße und damit ins Bermudadreieck verhindern. Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst werden die Möglichkeit haben, den Poller bei Bedarf zu versenken. Acht Wochen sollen die Bauarbeiten dafür laut Stadt Bochum dauern. 

Neben Bochum kämpft auch Dortmund gegen Auto-Poser

Bisher war die Stadt seit April 2018 jeden Abend mit einem mobilen Bauzaun ausgerückt, um die Straße zu sperren. In Dortmund indes hat man ähnliche Probleme mit Autoposern, etwa am Phoenix See. Dort will die Stadt nun zwischen 22 und 5 Uhr das Gebot "Anlieger und Fahrradfahrer frei" für einige betroffene Straßen aufstellen.

Ob die Maßnahmen in Dortmund und Bochum Auto-Poser abschrecken, bleibt abzuwarten. Denn schon jetzt haben vereinzelte Auto-Poser bereits andere Routen entlang des Bermudadreiecks für sich entdeckt. Der teure Poller an der Brüderstraße könnte am Ende also nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein.

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