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Bisher war es immer so, dass die Polizei regelmäßig ihre Blitzer-Standorte veröffentlichte. Autofahrer konnten sich in einer Übersicht dann anschauen, wo mobile Blitzer aufgebaut wurden – und konnten sich dementsprechend auf diesen Routen an die Geschwindigkeit halten. Doch damit ist jetzt Schluss.

Blitzkontrollen sollen in Nordrhein-Westfalen künftig nicht mehr angekündigt werden. Das legt die neue Fachstrategie des Landes fest. Den Anfang macht Gelsenkirchen. An der Stelle, an der Autofahrer auf der Facebook-Seite der Polizei bisher wie gewohnt die geplanten Blitzer-Standorte lesen konnten, steht nun nichts mehr.

Blitzer: Polizei kündigt Standorte nicht mehr an

Damit folgt die Gelsenkirchener Polizei einer landesweiten Richtlinie. Die besagt, dass Messstellen in NRW nicht mehr vorab angekündigt werden sollen. Es bleibt abzuwarten, welche Städte dem Gelsenkirchener Beispiel folgen.

Auf unserer Facebook-Seite blitzt es künftig morgens nicht mehr: Wir folgen der Landesleitlinie und haben uns dazu…

Gepostet von Polizei NRW Gelsenkirchen am Montag, 11. März 2019

Manche Dienststellen – wie zum Beispiel Menden – haben sich jedoch dagegen entschieden der Landesleitlinie zu folgen, berichtet die Westfalenpost. Denn während der Überraschungseffekt und möglicherweise auch der Lerneffekt bei unangekündigten Kontrollen größer sei, steht eigentlich ein anderes Ziel im Vordergrund.

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An erster Stelle steht in der Tat das Ziel, die Zahl der Toten und Schwerverletzten durch zu schnelles Fahren zu reduzieren. Und das wird auch erreicht, wenn Autofahrer an bekannten Messstellen einfach langsamer fahren.

Auf der Homepage der Polizei Gelsenkirchen jedenfalls sind die Blitzerstandorte nur noch bis Sonntag aufgeführt. Danach wird es auch da keine Hinweise mehr auf Messstellen geben.