Er hatte eine Schusswaffe

Schock nach Vergewaltigungen im Ruhrgebiet - Staatsanwaltschaft veröffentlicht Horror-Details

Der mutmaßliche Tatort des Sexualdelikts in Bergkamen-Oberaden.
+
Der mutmaßliche Tatort des Sexualdelikts in Bergkamen-Oberaden.

In Bergkamen soll ein Mann zwei junge Frauen zum Sex gezwungen haben. Die Vergewaltigungen liegen Jahre auseinander. Jetzt kommen Details zum Vorschein.

  • Der Mann soll ein Opfer mehrfach auf den Kopf geschlagen haben. 
  • Außerdem hatte er eine Schusswaffe dabei. 
  • Derzeit ist er in der JVA Dortmund untergebracht. 

Bergkamen / Dortmund - Ein 33-jähriger Mann soll zwei junge Frauen - darunter eine 15-Jährige - gewaltsam zum Sex gezwungen haben. Dabei soll er seine Opfer auf unterschiedliche Weise verletzt und bei einem der Vorfälle auch eine Schusswaffe bei sich getragen haben. Der Prozess startet in Kürze.

Bergkamen: Mann schlägt bei seinem Opfer wiederholt auf den Kopf ein

Am 13. Juli vergangenen Jahres soll Rafal S. aus Bergkamen laut Anklageschrift ein Mädchen (15) vergewaltigt haben. Zunächst habe er sich unbemerkt von hinten genähert und seinem Opfer so fest mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben, dass es zu Boden gegangen ist. Daraufhin soll der 33-Jährige noch mehrfach auf den Kopf des Mädchens eingeschlagen haben. 

Dann sei es der Jugendlichen laut eigenen Angaben gelungen, wieder aufzustehen. Rafal S. soll sie daraufhin aber mit einer Schusswaffe bedroht und aufgefordert haben, sich mit ihm in einen nahegelegenen Wald zu begeben. Dort angekommen, habe er von seinem Opfer verlangt, sich die Hose auszuziehen und sich auf einen Baumstamm zu legen, wie es aus dem Anklagen-Auszug des Landesgerichts Dortmund hervorgeht.

Horror: Opfer in Bergkamen bei Dortmund wird an Bahnschienen offenbar vergewaltigt 

Hier sei es zu ersten sexuellen Handlungen gekommen. Allerdings sei Rafal S. die Durchführung des Geschlechtsverkehrs nicht gelungen. Daraufhin habe er sein 15-jähriges Opfer aufgefordert, sich wieder anzuziehen und sich in Richtung der Bahnschienen zu bewegen.

Wie die junge Frau aussagte, war sie zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits so geschwächt, dass der 33-jährige Mann sie kurzerhand selbst den Bahndamm in Bergkamen-Oberaden nahe Alisostraße/Rotherbachstraße hochgetragen haben soll. Dort angekommen, sei es dann hinter den Bahnschienen zu einer Vergewaltigung gekommen.

Nach einer Fahndung der Polizei konnte der Tatverdächtige dann am 19. Juli in Bergkamen festgenommen werden.

Bergkamen: Opfer schreit um Hilfe, Zeugen eilen zum Tatort

Der Vorfall ist wohl nicht die erste Tat des 33-Jährigen: Bereits einige Jahre zuvor, am 22. Juli 2012, soll Rafal S. einer weiteren Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Das Opfer soll daraufhin ohnmächtig zu Boden gefallen sein. Erst nachdem sie ihr Bewusstsein wiedererlangt hatte, forderte der Mann aus Bergkamen bei Dortmund sie auf, sich für den Geschlechtsverkehr hinzulegen. 

Nachdem die Frau dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist, soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ihr und dem 33-Jährigen gekommen sein. Erst als das Opfer um Hilfe geschrien hat, seien Zeugen zum Tatort gekommen.

Horror-Tat von Bergkamen bei Dortmund: Prozess steht noch aus

Rafal S. soll daraufhin geflüchtet sein, allerdings nicht ohne das Smartphone des Opfers zu entwenden. Am 19. Juli 2019 wurde der Mann von der Polizei verhaftet, als er mit seinem Hund spazieren ging. Die Meldung sowie ein ohne Wissen der Polizei veröffentlichtes Fahndungsfoto verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken damals schnell.

Nachdem ein Richter Untersuchungshaft angeordnet hatte, traf Rafal S. selbst zunächst keine Aussagen zu den Vorfällen. Derzeit ist der 33-Jährige aus Bergkamen in der JVA in Dortmund untergebracht. Der Prozessstart für die beiden Vorfälle ist derzeit für den 10. Januar angesetzt.

In Bochum steht seit dem 24. Januar (Freitag) ein 21-Jähriger vor dem Landgericht. Er soll seine ehemalige Freundin vergewaltigt und erpresst haben. Seine Taten filmte er mit seinem Smartphone.

Mehr zum Thema