Nach Bananenspinne in Herne: Das steckt hinter der Panik um die Spinnen

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Eine Bananenspinne wurde in Herne in einem Supermarkt entdeckt. Foto: Feuerwehr Herne

Mitarbeiter eines Supermarktes in Herne entdeckten eine Spinne zwischen den Bananen. Dabei ist eine Bananenspinne nur selten eine Gefahr. Hier die Infos.

Am Montagabend (4. November) entdeckten Mitarbeiter eines Supermarktes in Herne eine Spinne zwischen den Bananen. Dabei ist eine Bananenspinne nur selten eine wirkliche Gefahr.

  • In einem Supermarkt in Herne wurde eine Bananenspinne entdeckt.
  • Wenig später stellte sich das Tier als harmlos heraus.
  • Das überrascht jedoch nicht: Die wenigsten Spinnen zwischen Bananen sind giftig.

Bananenspinne in Herne: Spinne überlebte den Einsatz der Feuerwehr nicht

Die Bananen, somit auch die bisher unbekannte Spinne, stammen aus einem Abbaugebiet in Costa Rica. Gegen 20 Uhr verschlossen Mitarbeiter die Bananenkiste zusammen mit der Spinne. Anschließend verließen sie das Geschäft und riefen die Polizei und Feuerwehr.

Die Spinne überlebte den Einsatz der Feuerwehr jedoch nicht. Bei dem Versuch, die Spinne in der Kiste zu finden, wurde der Achtbeiner durch zwei Bananen zerquetscht und getötet.

Art der Bananenspinne aus Herne kann nicht mehr festgestellt werden

Nach dem Tod der Spinne, untersuchten die Rettungskräfte die betroffene Kiste mit Bananen und auch die nähere Umgebung im Supermarkt. "Wir haben aber keine Anzeichen für weitere Spinnen gefunden", so ein Sprecher der Feuerwehr Herne gegenüber der WAZ.

Derzeit ist allerdings noch unklar, ob es sich bei der Spinne um ein möglicherweise giftiges Exemplar handelt: "Die Art konnte aufgrund der Schwere der Verletzungen nicht mehr sicher festgestellt werden."

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es im Mai diesen Jahres in Hamm. Dabei wurde im Logistikzentrum von Edeka eine giftige Spinne zwischen den Bananen entdeckt.

Bananenspinnen ist keine eigene Spinnenart

Eine eigene Art von Bananenspinnen gibt es nicht. Der Begriff wird mittlerweile für viele verschiedenen Spinnenarten verwendet, die zufällig zwischen Bananen gefunden werden.

Meist ist mit einer gefährlichen Bananenspinne die Phoneutria nigriventer gemeint. Allerdings wird in den seltensten Fällen diese Spinnenart wirklich zwischen dem tropischen Obst in den Supermärkten gefunden.

Spinnen verstecken sich zwischen Bananen und warten auf Futter

Was man aber sagen kann: Spinnen sind ein Freund von Bananen. Die Krabbler sind immer da, wo sie auf Beute hoffen. Dabei sind die Tiere aber Lauerjäger. Sie verstecken sich in einer dunklen Gegend und warten, bis potenzielles Futter an ihnen vorbei kommt und greifen dann erst zu.

Bananen werden als Strang in die Bananenkisten gepackt und nicht einzeln sortiert, wie beispielsweise Mangos. Dadurch haben die Spinnen eine viel höhere Chance, zwischen den Bananen nicht entdeckt zu werden. Das macht das gelbe Obst besonders attraktiv für die Tiere.

Die meisten Spinnen aus den Bananen sind ungefährlich

Eine wirklich große Überlebenschance haben sie auf ihrer Reise in die Supermärkte aber nicht. Wenn man aber doch mal eine Spinne in seinem Obst entdeckt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie ungefährlich ist.

Wenn sicher ist, dass die gefundene Spinne aus der Banane kommt, sollte man sie vorsichtig in einem Behältnis einsammeln und einfrieren. Die Feuerwehr wird daraufhin die Spinne zur Untersuchung weitergeben.

Spinnennester zwischen Bananen stellen kaum eine Gefahr dar

Aber nicht nur ganze Spinnen können sich zwischen die Bananen schmuggeln, auch kleine Spinnennester können die kleinen Krabbler zwischen dem Obst verstecken. Diese sind aber äußerst selten, meistens sind die kleinen Kokons das Nest von Schmetterlingen.

Sollte sich aber wirklich mal ein Spinnenkokon zwischen den Bananen befinden, wachsen aus ihr viele kleine Spinnen. Diese sind aber noch zu schwach und zu klein für einen ernsthaften Biss. Man kann daher die Banane mit heißem Wasser waschen oder das Obst für ein paar Tage in den Gefrierschrank legen.