Glück im Unglück

Schutzengel bewahrt Mann (36) vor Katastrophe an NRW-Bahnhof

An diesem Wartehäuschen am Bahnhof Gladbeck West wäre es beinahe zu einer Katastrophe gekommen.
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An diesem Wartehäuschen am Bahnhof Gladbeck West wäre es beinahe zu einer Katastrophe gekommen.

Ein Bahnreisender aus NRW ist nach einer technischen Panne an einem Bahnhof mit seinem Leben davon gekommen. Jetzt ermittelt die Polizei.

Gladbeck/NRW – Die geistesgegenwärtige Reaktion eines Bahnreisenden aus NRW hat offenbar eine größere Katastrophe verhindert. Der 36-jährige Mann aus Wuppertal ist durch einen Sprung möglicherweise seinem Tod am Bahnhof in Gladbeck West entkommen, berichtet die Bundespolizei.

Ort des VorfallsBahnhof Gladbeck West
Eröffnet1. Mai 1905
Bahnsteige2

NRW: Vorfall an Bahnhof in Gladbeck – Mann entgeht einer Katastrophe

Laut dem Bericht hatte sich der Mann gegen 15 Uhr am Dienstagnachmittag (3. November) an einem Bahnsteig des Gladbecker Bahnhofs aufgehalten und in einem Wetterunterstand auf seinen Zug gewartet.

Zum gleichen Zeitpunkt hatte eine Lokomotive ohne Waggons den Bahnhof in Gladbeck West passiert. An der Lok des privaten Eisenbahnbetreibers hatte der Wuppertaler ein großes Metallteil bemerkt, welches seitlich an der Lok hervorgeragt und sich schließlich komplett gelöst haben soll.

Am Bahnhof Gladebeck West (NRW): Metallteil löst sich von vorbeifahrendem Zug

Anschließend sei das Metallteil in die Richtung des 36-Jährigen geflogen und soll zwei Scheiben des Wetterunterstandes durchschlagen haben.

Dieses Metallteil einer Lok flog in Richtung eines Bahnreisenden am Bahnhof Gladbeck West.

Die Katastrophe wendete der Bahnreisende aus Wuppertal mit einem beherzten Sprung zu Seite ab. Dabei verletzte er sich an der Hand. „Durch seine schnelle Reaktion entging er mutmaßlich schwersten Verletzungen“, schreibt die Bundespolizei in ihrem Bericht.

NRW: Mann aus Wuppertal nimmt S9 nach Vorfall an Bahnhof Gladbeck West

Geschockt von dem Vorfall nutzte er die kurz danach in den Haltepunkt einfahrenden S-Bahn 9 in Richtung Wuppertal. Dort meldete er den Vorfall auf der Wache der Bundespolizei, welche die zuständige Bundespolizei in Dortmund in Kenntnis setzte.

Am Bahnhof Gladbeck West konnten Einsatzkräfte der Bundespolizei Spuren sichern und das Metallteil sicherstellen. Bundespolizisten ermittelten im Nachgang die Lok, von welcher sich das Metallteil gelöst hatte. Weitere Ermittlungen müssen nun zeigen, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung bzw. Gefährdung des Bahnverkehrs ein.