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Ein Autofahrer ist in Recklinghausen in eine Gruppe wartender Menschen an einer Bushaltestelle gerast. Dabei wurde eine 88-jährige Frau getötet und mindestens sechs weitere Personen verletzt.

Update, 22. Dezember, 15.25 Uhr:

Von den Unfallopfern werden derzeit noch zwei Menschen im Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand sei stabil.

Wie die Polizei Recklinghausen mitteilt, wurde der Unfallfahrer noch im Krankenhaus festgenommen. Die Beamten haben Hinweise darauf, dass der 32-Jährige sich umbringen wollte. Er soll bereits zuvor in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.

Helfer waren „vorbildlich und professionell“

Auch einen gültigen Führerschein hatte der Mann nicht. Ob er unter Einfluss von Drogen oder Alkohol stand, wird noch ermittelt. Nun wurde er bis auf Weiteres in einer Anstalt untergebracht.

Polizei und Staatsanwaltschaft danken in der Pressemitteilung den Helfern vor Ort. Sie hätten „vorbildlich und professionell erste Hilfe und Beistand geleistet“.

Update, 20. Dezember, 20.47 Uhr: 

Wie die Polizei Recklinghausen mitteilt, handelt es sich bei der durch den Unfall getöteten Frau um eine 88-jährige Frau. Außderm sollen nach derzeitigem Stand sechs Personen im Alter von 17 bis 67 teils schwer verletzt worden sein.

Auch der Fahrer, ein 32-jähriger Mann aus Herten, sei bei dem Unfall schwer verletzt worden, so Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Hertener Straße gesperrt

Der 32-Jährige soll gegen 15 Uhr nach rechts von der Hertener Straße abgekommen sein und in die Bushaltestelle gefahren sein. Es könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann sich das Leben nehmen wollte.

Der Bereich der Bushaltestelle an der Hertener Straße ist derzeit noch abgesperrt. Die Spurensicherung der Polizei ermittelt.

Opferschutzbeauftragte der Polizei kümmern sich um die Verletzten und Angehörigen.

Berichterstattung bei Suizidversuchen
Wir berichten in der Regel nicht über Suizidversuche. In diesem Fall machen wir eine Ausnahme, weil er für große öffentliche Aufmerksamkeit sorgt.

Sollten Sie psychische Probleme haben, wenden Sie sich bitte rund um die Uhr an die Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 (Anruf kostenfrei).

Update, 20. Dezember, 19.27 Uhr:

Während die Polizei noch die Spuren sichert, überschlagen sich in den Sozialen Medien bereits die Spekulationen. Die Polizei warnt vor Gerüchten:

Ursprungsmeldung:

Zunächst war von neun Verletzten die Rede gewesen, auch der Autofahrer sei darunter. Laut Feuerwehr wurden sechs Menschen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch der Autofahrer erlitt Verletzungen.

Hintergründe noch unklar

Die Ursache für den Unfall war zunächst unklar. „Wir ermitteln die Hintergründe und können noch nichts ausschließen“, hatte eine Polizeisprecherin gesagt.

Nach ersten Informationen der Polizei war der Mann auf einer Straße in Richtung Innenstadt unterwegs, als er von seiner Fahrbahn abkam und auf die Gegenseite geriet. Dort fuhr er in die an einem Bushäuschen wartende Menge. (dpa)