Standstreifen statt Kreißsaal

A42 im Ruhrgebiet: Irrer Einsatz für die Feuerwehr – Geburt mitten auf der Autobahn

Eine Geburt ist ein unvergessliches Erlebnis. Noch unvergesslicher wird sie für ein Ehepaar aus dem Ruhrgebiet. Denn statt Kreißsaal hieß es für sie A42.

NRW – Stau, Raser, Drängler: Mit der Autobahn verbinden viele im Ruhrgebiet nichts Gutes. Bei einer Familie dürfte sich das jetzt ändern, immerhin ist die A42 bei Oberhausen der Geburtsort ihres Sprösslings.

Autobahn42
BundeslandNordrhein-Westfalen
Straßenbeginn und -endeKamp-Lintfort/Dortmund
Gesamtlänge58 km

Ruhrgebiet: Geburt auf der A42 – besonderer Einsatz für die Feuerwehr

Nach Einsetzen der Wehen bleibt den Eltern noch etwas Zeit, ehe das Kind das Licht der Welt erblickt. In der Regel genug, um ins Krankenhaus zu gelangen. Eine andere Erfahrung mussten jetzt werdende Eltern aus Dorsten machen.

Sie waren am späten Mittwochabend (19. Mai) auf dem Weg in ein Krankenhaus in Moers, „wo die Geburt eingeleitet werden sollte“, wie die Feuerwehr berichtete. Die Frau war in freudiger Erwartung. Doch auf der A42 bei Oberhausen – mitten im Ruhrgebiet – war dann Schicht im Schacht (mehr Blaulicht-News aus dem Ruhrgebiet gibt es auf RUHR24).

A42 statt Kreißsaal: Geburt auf der Autobahn – kurioser Einsatz im Ruhrgebiet

Statt in Moers wollte der noch ungeborene Junge wohl lieber im Herzen des Ruhrgebiets auf die Welt kommen. Das Baby hatte es eilig, hat die erste Ausfahrt genommen und wollte endlich hinaus. Kurz vor dem Kreuz Oberhausen mussten die Eltern auf den Standstreifen der A42 fahren. Von dort aus alarmierten sie die Feuerwehr.

Doch auch das dauerte dem Kleinen offenbar zu lange. Noch ehe der Rettungsdienst der Feuerwehr eintreffen konnte, erblickte der Junge auf der A42 das Licht der Welt. So konnte sich der Rettungsdienst „auf die rettungsdienstlichen Maßnahmen nach einer Geburt konzentrieren“, schreibt die Feuerwehr Oberhausen in der Pressemitteilung.

Geburt auf Autobahn: Kind kommt auf A42 bei Oberhausen zur Welt

„Nach dem Abschluss dieser Maßnahmen wurde der Neugeborene mit seiner Mutter wohlauf in ein Oberhausener Krankenhaus transportiert.“ Ein Löschfahrzeug habe währenddessen den Einsatzort gesichert und den Verkehr gelenkt.

Es war sicherlich ein ungewöhnlicher Einsatz der besonderen Art, noch besonderer war die Geburt für die Eltern. Und für den Sohn ist alles angerichtet für ein Leben auf der Überholspur.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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