Hoher Totalschaden

Fahranfänger fährt Sportwagen auf A40 zu Schrott - und das ist noch nicht alles

Ein 18-jähriger Fahranfänger hat sich bei einer Spritztour mit einem 510 PS-starken Auto etwas überschätzt.
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Ein 18-jähriger Fahranfänger hat sich bei einer Spritztour mit einem 510 PS-starken Auto etwas überschätzt.

510 PS waren für den Fahranfänger aus Gelsenkirchen wohl etwas zu viel. Er verlor bei einer Spritztour auf der A40 in Richtung Dortmund die Kontrolle über den Wagen - mit heftigen Folgen. 

  • In der Nacht auf Sonntag (1. März) ereignete sich auf der A40 bei Bochum ein Unfall mit zwei Verletzten.
  • Ein Fahranfänger hatte unbemerkt die Schlüssel eines 510 PS starken Autos von seinem Vater genommen.
  • Bei der Spritztour verlor er jedoch die Kontrolle über den Wagen und es kam zum Unfall.

Bochum - Ein 18-Jähriger aus Gelsenkirchen hat am Wochenende eine unerlaubte Spritztour unternommen - und dabei ein 510 PS starkes Auto zu Schrott gefahren. Doch der Unfall ist noch nicht alles und nicht das einzige Problem des Fahranfängers.

A40 bei Bochum: Fahranfänger fährt schnelles Auto zu Schrott

Der Unfall auf der A40 hat eine Vorgeschichte, die erklärt, warum der Fahranfänger überhaupt zu einem solch schnellen Auto kam. Er hatte das 510 PS starke Auto vor dem Haus seiner Eltern in Gelsenkirchen gesehen und beschlossen damit eine Spritztour machen zu wollen. Vielleicht um damit auch seine 16-jährige Beifahrerin zu beeindrucken. 

Auf der Suche nach den Schlüsseln für den Mercedes wurde er auch fündig und starte mit seiner Begleiterin von Gelsenkirchen in Richtung Bochum. Gegen 0.30 Uhr fuhr der 18-jährige Fahranfänger dann an der Anschlussstelle Gelsenkirchen auf die A40 auf. Nach Angaben der Polizei gab er da dann so richtig Gas, um das Potenzial des Autos auszutesten. Keine gute Idee.

Unfall auf der A40: 18-Jähriger verliert Kontrolle über 510 PS starkes Auto

Nach Zeugenangaben beschleunigte er das 510 PS  starke Auto und wechselte vom rechten über den mittleren direkt auf den linken Fahrstreifen. Das war schon zu viel und die Spritztour endete, bevor sie erst richtig angefangen hatte. Bei dem rasanten Wechsel der Fahrstreifen verlor der Fahranfänger aus Gelsenkirchen in Höhe der A40-Anschlussstelle Dückerweg bei Bochum die Kontrolle über den Wagen.

Mit voller Wucht prallten das Auto gegen die Gleitschutzwand aus Beton. Das Auto drehte sich durch den Aufprall und crashte mit dem Heck erneut gegen die Betonwand. Der PS- starke Mercedes war dadurch sowohl von hinten als auch vorne vollständig demoliert. Er blieb nach dem Unfall schwer beschädigt quer auf dem linken Fahrstreifen der A40 liegen.

Fahranfänger und 16-jährige Beifahrerin bei Unfall auf A40 verletzt

Zeugen waren sofort an der Unfallstelle auf der A40 bei Bochum und leisteten erste Hilfe, bis die Sanitäter am Unfallort eintrafen. Diese versorgten dann die beiden Insassen aus Gelsenkirchen und brachten die sie mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei konnten beide nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Die P olizei, für die die Spritztour des Jugendlichen nicht die erste dieser Art ist, sperrte für die Dauer der Unfallaufnahme die A40 und leitete den Verkehr über den Seitenstreifen an der Unfallstelle vorbei. Doch damit hatte sich das Drama für den 18-Jährigen noch nicht erledigt. Die Spritztour hat noch weitere Konsequenzen für den Fahranfänger, denn er hätte das Auto gar nicht fahren dürfen. 

Unfall mit schwerwiegenden Folgen für den Fahranfänger aus Gelsenkirchen

Das Auto gehörte nämlich auch nicht dem Vater des Jugendlichen aus Gelsenkirchen, sondern einem Bekannten aus Oberhausen. Dieser hatte das 510 PS starke Auto am 29. Februar gekauft und dem Vater des 18-Jährigen zur Überführung anvertraut. Doch mit dem Unfall auf der A40 endete für ihn der Traum vom schnellen Auto, denn es entstand ein Totalschade n von rund 50.000 Euro.

Für den Jugendlichen kommt es allerdings noch dicker: Er muss sich zum einen wegen fahrlässiger Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall verantworten, zum anderen aber auch wegen der unbefugten Ingebrauchnahme des schnellen Mercedes. Als Fahranfänger kommen außerdem eine Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre auf ihn zu und ein kostenpflichtiges Aufbauseminar. Ob der Besitzer des Autos auch noch Anzeige gegen den Jugendlichen stellt, ist unklar. Sollte das der Fall sein, drohen dem 18-Jährigen weitere strafrechtliche Folgen.

Mit ähnlichen Folgen musste auch ein Jugendlicher aus Dortmund rechnen. Der 14-Jährige entwendete Papas Auto ebenfalls für eine Spritztour und fuhr direkt in die Arme der Polizei. Auch wenn der Junge zu diesem Zeitpunkt noch viel zu jung für die Führerscheinprüfung war, zu jung für das Strafgesetzbuch war er jedenfalls nicht.