Zugverkehr mit massiven Problemen

Nach Lkw-Katastrophe auf A40: Wichtige Änderungen bei RE3 und RE6

Nach Lkw-Katastrophe auf A40: Änderungen bei RE3 und RE6
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Nach Lkw-Katastrophe auf A40: Änderungen bei RE3 und RE6

Der Brand eines Lkw auf der A40 richtete enorme Zerstörungen an. Eine Zugbrücke musste abgerissen werden. Das führt zu massiven Problemen im Zugverkehr.

Ruhrgebiet – Die Auswirkungen des Lkw-Brands auf der A40 Mitte September sind immer noch deutlich spürbar. Der Zugverkehr im Ruhrgebiet ist nach wie vor eingeschränkt. Auf einigen Linien soll es nun aber eine Entlastung für Pendler geben.

Zuglinie Rhein-Ruhr-Express (RRX)
StreckeVon Dortmund über Essen, Duisburg und Düsseldorf nach Köln
Höchstgeschwindigkeit160 km/h

Lkw-Brand auf der A40: Autofahrer erwartet nächste Sperrung im Dezember

Der Brand des Tanklasters sorgte auf der A40 zwischen Duisburg und Mülheim in den vergangenen Wochen für absolutes Chaos. Sperrungen, Stau und Umleitungen – die Autofahrer mussten viel Geduld an den Tag legen. Eine durch das Feuer beschädigte Zugbrücke wurde bereits abgerissen, im Dezember wartet die nächste Sperrung. Dann sollen zwei weitere Brücken abgerissen werden, die durch die Schäden ebenfalls nicht mehr tragfähig sind.

Doch auch für Bahnfahrer hieß es zuletzt: Zugausfälle, Umleitungen und Schienenersatzverkehr. Denn nach dem schweren Unfall des Tank-Lkw auf der A40 führten die Probleme an den Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum zu erheblichen Einschränkungen auf auf der Zugstrecke zwischen Dortmund und Düsseldorf/Essen.

Lkw-Brand auf der A40: Einschränkungen im Zugverkehr - RE6 und RE3 tauschen Linienweg

Nun soll sich die Situation auf den Gleisen etwas entspannen. Wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Keolis (eurobahn) und National Express mitteilen, möchte man auf das „erhöhte Fahrgastaufkommen“ auf dem betroffenen Streckenabschnitt reagieren. Die Lösung: Die Unternehmen möchten kapazitätsstärkere Züge über Oberhausen und Gelsenkirchen zur Entlastung einsetzen.

Abriss der ersten Brücke über der A40 nach dem verheerenden Lkw-Brand im September.

Um das möglich zu machen, werden demnach ab Montag (2. November) die beiden Regionalexpress-Linien RE6 (RRX) und RE3 zwischen Dortmund und Düsseldorf/Essen bis auf Weiteres ihre Linienwege tauschen (mehr aktuelle News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de).

Zugverkehr im Ruhrgebiet soll nach Lkw-Brand entlastet werden

Für Fahrgäste bedeutet das konkret:

  • RE3: verkehrt dann nur noch zwischen Essen und Hamm, der Abschnitt Duisburg-Düsseldorf entfällt.
  • RE6 (RRX): fährt von Minden über Gelsenkirchen, Oberhausen, Duisburg und Düsseldorf nach Köln/Bonn. Die Fahrzeiten bleiben mit einzelnen möglichen Abweichungen weitestgehend identisch.

Zugverkehr im Ruhrgebiet soll nach Lkw-Brand entlastet werden: RE 6 hat mehr Plätze

Den Linientausch begründen die Verkehrsunternehmen wie folgt: „Die auf der Linie RE6 (RRX) eingesetzten Fahrzeuge bieten ein deutlich höheres Platzangebot und bedienen daher ersatzweise den hoch ausgelasteten Streckenabschnitt zwischen Düsseldorf und Dortmund mit allen Zwischenhalten des RE3. Alternativ verkehrt der RE3 zwischen Essen Hbf und Hamm Hbf.“

Video: Deutsche Bahn: Krise, weil immer weniger Kunden reisen

Dadurch, dass die beiden Züge ihre Linienwege am Montag tauschen, soll es in den Nachtstunden außerdem zu einem geänderten Angebot auf den Streckenabschnitten kommen. Die Fahrplaninformationen auf zuginfo.nrw und in den Online-Auskünften von DB und VRR werde man hierzu zeitnah aktualisieren, heißt es.

Weitere Informationen zu den Ersatzfahrplänen erhalten Fahrgäste außerdem über National Express oder der Eurobahn.

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