Ermittlungen wegen Mord-Versuch auf der A40 - Mann wirft Pflastersteine auf die Autobahn

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Die A40. Foto: dpa

Am Sonntag warf ein 20-Jähriger bei Mülheim an der Ruhr Steine auf die A40 und brachte mehrere Fahrer in Gefahr. Jetzt ermittelt die Mordkommission.

Am Sonntag (6. Oktober) gegen 11.10 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein: Auf der A40 bei Mülheim an der Ruhr werfe ein Mann größere Steine auf die Autobahn.

  • Am Sonntag (6.Oktober) warf ein 20-Jähriger Steine auf die A40.
  • Mittels einer Fahnung der Polizei Mülheim an der Ruhr konnte der mutmaßliche Täter festgenommen werden.
  • Die Polizei ermittelt nun wegen Mord und sucht nach Zeugen.

A40 bei Mülheim: 20-Jähriger wirft Steine auf Autobahn

Immer wieder taucht die Meldung auf, dass Unbekannte Steine auf die Autobahn werfen. Dadurch gefährden sie den Verkehr massiv und es kann zu schlimmen Unfällen kommen.

Am Sonntag (6. Oktober) ereignete sich auf der A40, einer der meist befahrenen Autobahnen im Ruhrgebiet, ein solcher Vorfall. Ein junger Mann warf auf der Höhe der Anschlussstelle Mülheim-Winkhausen Steine von einer Fußgängerbrücke auf die A40.

Steinattacke auf A40 - Fahrer können gerade noch ausweichen

Glück im Unglück: Obwohl auf der A40 immer reger Verkehr herrscht, wurde bei der Attacke glücklicherweise niemand verletzt. Mehrere Autofahrer, die in Richtung Venlo unterwegs waren, konnten den Pflastersteinen noch ausweichen, sodass nichts Schlimmeres passierte und nach Angaben der Polizei niemand verletzt wurde.

Als die Meldung von mehreren Autofahrern am Sonntag bei der Polizei in Mülheim an der Ruhr kurz nach 11 Uhr einging, leitete diese umgehend eine Fahndung ein. Mit Erfolg. Noch am selben Tag konnte der dringend tatverdächtige 20-Jährige festgenommen werden. Er soll der Polizei bereits bekannt gewesen sein.

Polizei ermittelt wegen versuchtem Mord

Dem Steinewerfer könnte nun eine lange Haftstrafe drohen, denn die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor, da er durch den Steinwurf das Leben mehrerer Autofahrer massiv gefährdet hat.

Eigens dafür hat die Polizei nun eine Mordkommission eingerichtet und ermittelt in dem Fall des Steinwurfs auf der A40. Auch steht der 20-Jährige unter Verdacht, bereits am Vortag (5. Oktober) Gegenstände von derselben Brücke geworfen zu haben.

Zeugen, die etwas zu beiden Vorfällen auf der A40 beobachtet haben – oder bislang unbekannte Geschädigte – werden daher aufgerufen, Hinweise an die Ermittler zu geben. Dies können sie unter der Nummer 0201/8290 tun.