Die Internationale Gartenausstellung kommt 2027 nach NRW - mit Zukunftsgärten im Ruhrgebiet

27.09.2016, Dortmund - die Teilnehmer der Bereisung zur IGA 2027-Bewerbung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft besichtigen vom Florian-Turm im Westfalenpark aus die Grünflächen in Dortmund Foto: O l a f Z i e g l e r / L I C H T B L I C K
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27.09.2016, Dortmund - die Teilnehmer der Bereisung zur IGA 2027-Bewerbung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft besichtigen vom Florian-Turm im Westfalenpark aus die Grünflächen in Dortmund Foto: O l a f Z i e g l e r / L I C H T B L I C K

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) kommt 2027 ins Ruhrgebiet. Das hat der Regionalverband Ruhr (RVR) am Freitag (14. Dezember) beschlossen.

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) kommt 2027 ins Ruhrgebiet. Das hat der Regionalverband Ruhr (RVR) in seiner Verbandsversammlung am Freitag (14. Dezember) einstimmig beschlossen.

Fans der Internationalen Gartenausstellung in NRW dürfte diese Neuigkeit sehr freuen. Während Regionalverband Ruhr schon 2016 von der Bundesgartenschau-Gesellschaft grünes (DGB) Licht für die IGA im Ruhrgebiet bekommen hatte, ließ die NRW-Landesregierung lange auf ihre Zustimmung warten.

Wie der RVR am Freitag (14. Dezember) mitteilte, habe man mit der DBG nun Nägel mit Köpfen gemacht und den Vertrag unterzeichnet.

200 Millionen Euro werden in Infrastruktur investiert

Bis zu 200 Millionen Euro sollen in die Infrastruktur investiert werden. 45 Millionen Euro werden davon durch Zuschüsse finanziert. Zurückhaltend berechnet, sollen am Ende um die 2,6 Millionen Besucher die IGA besuchen. Laut einer Machbarkeitsstudie könnte die Internationale Gartenschau sogar bis zu fünf Millionen Besucher ins Ruhrgebiet locken.

Das Großereignis soll 2027 in 40 Kommunen stattfinden, geplant sind neben Themenrouten entlang der schönsten Grünflächen auch sechs "Zukunftsgärten" als Hotspots. Diese sollen umweltbezogene Kernfragen zu Gärten, Umwelt, Klima und Energie begreifbar machen.

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IGA mit drei Hauptstandorten im Ruhrgebiet

Der Besuch der Zukunftsgärten Emscher Nordwärts in Dortmund, Duisburger Rheinpark und Nordsternpark Gelsenkirchen soll Eintritt kosten. Im Kreis Recklinghausen, Unna und Wesel sollen kostenfreie Zukunftsgärten entstehen. Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau kommt dabei regelrecht ins Schwärmen und spricht von einem "weltweit einmaligen Meilenstein", der die Stadt aber auch das ganze Ruhrgebiet entscheidend nach vorne bringen soll. 

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Der Dortmunder Zukunftsgarten soll sich über eine Länge von etwa vier Kilometern erstrecken. Er beginnt an der Rheinischen Straße am sogenannten “Emscherschlösschen” und endet laut ersten Plänen am Deusenberg. Über dem Gelände könnte künftig übrigens eine Seilbahn fahren. Dafür wurde sogar schon eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

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Die IGA wird alle zehn Jahre ausgerichtet. Zuletzt fand die Gartenausstellung vom 13. April bis 15. Oktober im Berliner Erholungspark Marzahn statt. Besondere Attraktion war eine Seilbahn, die auch nach Ende der Ausstellung weiter in Betrieb geblieben ist.