Von wegen "ab ans Meer"

Surfen im Ruhrgebiet: Weltweit größter Surfpark soll bald entstehen

Surfen im Ruhrgebiet: Mit der Surfwrld kommt der größte Surfpark der Welt nach Werne bei Dortmund. 
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Surfen im Ruhrgebiet: Mit der Surfwrld kommt der größte Surfpark der Welt nach Werne bei Dortmund. 

Surfen ist bald auch im Ruhrgebiet möglich. In Werne bei Dortmund entsteht mit der "Surfwrld" der größte Surfpark der Welt. Doch es gibt Konkurrenz. 

Werne/Dortmund – Das Ruhrgebiet wird bald um eine Attraktion reicher. Und die hat es in sich. In Werne, nördlich von Dortmund, soll 2023 auf dem Gelände einer alten Zeche der weltweit größte Surfpark entstehen, wie RUHR24.de* berichtet. Doch auch woanders sollen Wassersportler angelockt werden.

Metropolregion

Ruhrgebiet

Bevölkerung

5,1 Millionen

Fläche

4.435 km²

Surfen in Werne bei Dortmund: Sensations-Attraktion im Ruhrgebiet - Wellenreiten im Pool

Zunächst sollte beim Surfpark in Werne ein kleines Missverständnis geklärt werden: Ab 2023 soll man dort Wellenreiten können. Es handelt sich nicht um ein Gewässer, wo das Windsurfen oder gar Kitesurfen möglich ist. Aber genau das ist die Sensation – künstliche Wellen hunderte von Kilometern entfernt vom Meer.

Dortmund und das Ruhrgebiet (alle Artikel im Ressort)* freuen sich. Aktuell geplant ist nach Informationen der Stadt Werne der Bau einer Freizeitanlage mit dem Schwerpunkt Wassersport. Im Winter aber soll auch wasserbauliche Forschung dort betrieben werden. Das alles soll auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Werne I//II, die 1975 stillgelegt wurde, gebaut werden. 

Surfen im Ruhrgebiet: Der größte Surfpark der Welt kommt nach Werne bei Dortmund 

Dr. Michael Detering vom Projektträger SW GmH & Co. KG sagt: "Wir werden in Werne den größten Surfpark der Welt errichten. Die Surfwrld wird zweimal so viele Becken, fast dreimal so viel Wasserfläche und fast viermal längeres Surfen am Stück als herkömmliche Anlagen dieser Art bieten."

In Berlin kann man schon jetzt in einem Pool auf einer Welle surfen. 

Auf was können sich die Freizeitenthusiasten aus Dortmund und dem Ruhrgebiet ab 2023 freuen? Neben dem Wellenreiten wird es die dazugehörige Surfschule, Beachvolleyballfelder, Liegewiesen, Gastronomie, ein Wohnmobilstellplatz und eine sogenannte stehende Welle wie im Eisbach in München geben. Zu den wissenschaftlichen Partnern gehören die TH Köln und die RWTH Aachen. 

Surfen im Ruhrgebiet: Hohe Kosten - aber Arbeitsplätze und Zukunftseffekt für Werne 

Insgesamt soll die Surfwrld 30 Millionen Euro kosten. 10 Millionen fließen in den Forschungsteil. Rund 20 Millionen kosten die Freizeiteinrichtungen. 116 Arbeitsplätze sollen direkt entstehen. Zudem rechnet die Stadt Werne mit einem indirekten Arbeitsplatzeffekt. Das heißt, dass andere Arbeitsplätze in der Stadt – wie zum Beispiel in der Gastronomie - dazukommen oder gestärkt werden. 

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Seit Stilllegung der Zeche Werne I/II im Jahr 1975 konnte die daraus entstandene Brachfläche an der Flöz-Zollverein-Straße keiner Nachfolgenutzung zugeführt werden. Fast ein halbes Jahrhundert später hat die Stadt Werne heute gemeinsam mit dem Projektträger eine neue Planung für das 15 Hektar große Areal präsentiert: die SURFWRLD, den größten Surfpark der Welt. Das Foto zeigt (von links) Bürgermeister Lothar Christ, Ralf Bülte (Dezernent der Abteilung Planen und Bauen), Carolin Brautlecht (Leiterin der Wirtschaftsförderung Werne), Dr. Michael Dannebom (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna), Dr. Michael Detering vom Projektträger SW GmbH & Co. KG und Planungsexperte Karl-Friedrich Ostholt. Alles zum Thema des Tages: werne.de/surfwrld – #surfwrld #surfparkwerne #surfen #wassersport #wellenreiten #werne #werneanderlippe #nrw #kreisunna #ruhrgebiet #münsterland

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Man rechnet damit, dass im Jahr um die 200.000 Gäste den Surfpark in Werne besuchen werden. Das Einzugsgebiet (Werne liegt im Kreis Unna an der A1 und ist nur circa 30 Kilometer von Dortmund entfernt) mit dem Ruhrgebiet bietet jedenfalls Potenzial. Aber auf Gäste aus dem Rheinland wird die Surfwrld wohl verzichten müssen. 

Surfen im Ruhrgebiet: Wellenreiten ist beliebt - Konkurrenz im Rheinland, Hamburg und München 

Mehrere Medien, wie das Portal prime-surfing.de und rp-online.de berichten, dass auch in Krefeld am Elfrather See ein Wavepool entstehen könnte. Dieses Projekt ist allerdings ganz im Gegensatz zur Surfwrld in Werne im Ruhrgebiet in der Kritik von Naturschützern, da es in einem See gebaut werden soll. 

Video: "Wellenwerk in Berlin" - so funktioniert die Indoor-Welle

Weitere Surfparks oder Wavepools entstehen aktuell in Stade bei Hamburg und in München. In Berlin gibt es mit dem Wellenwerk aktuell sogar eine Möglichkeit, indoor in einem Pool auf einer Welle zu surfen. 

Die bekannteste Welle, die aber natürlichen Ursprungs und abseits des Meeres ist, dürfte der Eisbach in München sein, wo Wellenreiter schon lange ihr Können zeigen. *RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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